Kurskorrektur bei Ritter Sport: Führungsumbau und neuer Markenauftritt
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Ritter Sport plant eine umfassende Neuausrichtung der Marke.
Ritter Sport baut seine Führungsebene um und bereitet einen weitreichenden neuen Markenauftritt vor. Ziel ist es, die rückläufige Absatzkurve auf dem deutschen Heimatmarkt zu korrigieren, der mit 45 Prozent des Gesamtvolumens für das Unternehmen von zentraler Bedeutung ist.
Umbau in der Führungsetage
Nach dem bereits vollzogenen Abschied des langjährigen Vorstandschefs hat sich das Familienunternehmen von Benno Mauerhan getrennt. Mauerhan war als Vice President Central Europe maßgeblich für das Deutschlandgeschäft verantwortlich.
Die Unternehmensführung betont jedoch, dass keine weiteren Restrukturierungsmaßnahmen geplant seien. Die aktuelle Neuausrichtung befinde sich bereits in vollem Gange, heißt es aus dem Umfeld des Herstellers.
Neues Marketing und EU-Regularien
Für das kommende Jahr plant Ritter Sport eine Überarbeitung der Markenpräsenz. Eine externe Agentur hat dazu bereits eine neue Marketingbotschaft entwickelt, um die Attraktivität der Marke bei den Konsumenten zu festigen.

Parallel dazu erzwingt die EU-Verbraucherschutzrichtlinie „EmpCo“ Anpassungen an den Verpackungen. Begriffe wie „nachhaltig“ dürfen künftig nur noch unter strengen Nachweisen verwendet werden. Um bereits produzierte Verpackungsfolien weiter nutzen zu können, werden betroffene Schriftzüge derzeit mit Stickern überklebt.
Marktumfeld bleibt herausfordernd
Der Markt für Tafelschokolade in Deutschland ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich geschrumpft. Trotz eines Umsatzes von 712 Millionen Euro rutschte das Familienunternehmen im vergangenen Jahr in die roten Zahlen.
Als Konsequenz aus der wirtschaftlichen Lage strich Ritter Sport im Frühjahr bereits 70 Stellen in der Verwaltung. Dies markierte ein Novum in der Geschichte des Traditionsunternehmens.
