Landtagswahl 2026: Grüne kämpfen um 5-Prozent-Hürde gegen 40-Prozent-Umfragehoch der AfD
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Susan Sziborra-Seidlitz führt die Grünen in die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt.
Die Grünen stellen sich für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 auf. Angeführt wird die Partei von der 49-jährigen Co-Landesvorsitzenden Susan Sziborra-Seidlitz.
Das Kernziel der Partei steht fest: der erneute Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Bei der vergangenen Wahl 2021 erreichten die Grünen 5,9 Prozent der Stimmen, in den aktuellen Umfragen bewegen sie sich teils knapp über dem notwendigen Schwellenwert.
Susan Sziborra-Seidlitz, Spitzenkandidatin der Grünen in Sachsen-Anhalt
Kampf um Sitze bei starker AfD
Die Umfragelage im Land zeigt ein klares Bild: Die AfD verzeichnet in Erhebungen Werte um 40 Prozent. Damit gilt eine Regierungsbeteiligung der Partei als mögliches Szenario.
Grünen-Bundesvorsitzender Felix Banaszak bewertete das Erreichen der Fünf-Prozent-Marke daher als strategisch entscheidend. „Je mehr Parteien in den Landtag einziehen, die eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließen, desto unwahrscheinlicher ist, dass Regierungsmacht und damit der Zugriff auf Polizei, Justiz und Schule an die AfD übertragen wird“, erklärte Banaszak.
Forderung nach regionalen Strompreiszonen
Im Wahlkampf setzt Sziborra-Seidlitz insbesondere auf energiepolitische Themen. Sie fordert eine Teilung des deutschen Strommarktes in verschiedene Preiszonen.
Regionen mit hoher Ökostrom-Produktion müssten laut Sziborra-Seidlitz direkt entlastet werden. Sachsen-Anhalt solle dafür eine gemeinsame Zone mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen anstreben.
Entscheidung am Wahlabend
Ob der Einzug in das Magdeburger Parlament gelingt, entscheidet sich am 6. September 2026. Die Wahllokale schließen um 18:00 Uhr, woraufhin die ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Mandatsverteilung vorliegen.

