Landtagswahl Sachsen-Anhalt: CDU stürzt unter 20 Prozent – AfD vor historischem Triumph
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Bundeskanzler Friedrich Merz während einer Rede auf einer Parteiveranstaltung.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt für ein politisches Beben. Hochrechnungen zufolge bricht die CDU massiv ein und fällt auf unter 20 Prozent zurück, während die AfD einen deutlichen Sieg einfährt.
Damit erreicht die Partei des Bundeskanzlers noch nicht einmal die Hälfte des AfD-Ergebnisses. Die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sprach in der ARD von einem „sehr schweren Ergebnis“, das viel mit den Christdemokraten mache.
Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Rede in Niedersachsen.
Reaktionen im Konrad-Adenauer-Haus
Bundeskanzler Friedrich Merz verfolgte die ersten Zahlen am Wahlabend gemeinsam mit der Parteispitze in der Berliner Parteizentrale. Am Sonntag äußerte er sich zunächst nicht öffentlich.
Eine gemeinsame Pressekonferenz von Merz und dem sachsen-anhaltischen Spitzenkandidaten Sven Schulze ist für Montag um 13:30 Uhr angesetzt.
Regierungsbildung und Führungsdebatten
In Magdeburg zeichnet sich eine extrem schwierige Ausgangslage ab. Neben einer Regierungsbeteiligung der als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD bliebe als Alternative nur eine CDU-geführte Minderheitsregierung unter Duldung der Linken.
Warnung vor personellen Diskussionen
Angesichts der Schlappe warnte der baden-württembergische CDU-Vorsitzende Manuel Hagel vor internen Personalquerelen auf Bundesebene. Das Führen von Personaldiskussionen sei nun der falsche Weg.
Hagel betonte, die Bevölkerung verlange spürbare Veränderungen durch Reformen und weniger Streit, um das Vertrauen in die Lösungskompetenz der politischen Mitte wiederherzustellen.
Scharfe Kritik aus Kiel
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fand deutliche Worte zum Wahlausgang. Dass eine gesichert rechtsextreme Landespartei nah an die absolute Mehrheit herankomme, sei ein erschütternder Moment für das Land.
Günther forderte eine tiefgehende Aufarbeitung innerhalb der gesamten CDU. Alle demokratischen Parteien müssten sich dem massiven Misstrauen der Wähler stellen; kleine Korrekturen würden dafür nicht ausreichen.

