Landtagswahlen in Ostdeutschland: Warum Familienunternehmen 2025 gegen die AfD mobilmachen
Aktuelle News
Deutsche Familienunternehmen setzen sich mit einer bundesweiten Kampagne für Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit ein.
Wirtschaftlicher Erfolg braucht offene Grenzen und Märkte
Plakate mit Slogans wie „Demokratie: Anstrengend, aber wirtschaftlich ein Erfolg“ oder „Einfalt löst keine Probleme. Vielfalt schon“ prägen derzeit viele Innenstädte und den öffentlichen Nahverkehr.
Hinter den Werbebotschaften steht der Verein „Made by Vielfalt e. V.“, ein Zusammenschluss deutscher Familienunternehmen, der sich seit 2025 als eingetragener Verein formiert hat. Die Mitglieder engagieren sich öffentlich für eine liberale Gesellschaft und rechtsstaatliche Grundwerte.
Für die Initiatoren sind offene Märkte, ein stabiles Europa und die gemeinsame Währung unverzichtbare Säulen des wirtschaftlichen Wohlstands in Deutschland.
Warnung vor den Folgen einer AfD-Regierung
Mit Blick auf anstehende Landtagswahlen, etwa in Sachsen-Anhalt, schlägt das Bündnis Alarm. Dort besteht die reale Möglichkeit, dass die in Teilen rechtsextreme AfD stärkste Kraft wird und Regierungsverantwortung anstrebt.
Die Unternehmer warnen vor konkreten Gefahren: der Abschreckung internationaler Arbeitskräfte, Kürzungen in der Bildung und dem Ausbremsen der Energiewende. Timm Mittelsten Scheid, Ehrenvorsitzender des Beirats beim Traditionsunternehmen Vorwerk, betont die Dringlichkeit der Lage: „Das hätte schwerwiegende Folgen für unser Land und die Menschen, die hier leben und ihr Geld verdienen.“

Sorge um den Verlust von Fachkräften
Die Wurzeln der Initiative liegen in den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Bereits damals formierte sich der Widerstand aus der Wirtschaft gegen den wachsenden Rechtspopulismus.
Christian Grötsch, Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender der Digitalagentur dotSource aus Jena, berichtet von direkten Reaktionen aus der Belegschaft nach den Wahlen 2024 in Thüringen. Mehrere Fachkräfte hätten angekündigt, das Unternehmen im Falle einer AfD-geführten Landesregierung zu verlassen.
„Man muss als Unternehmer gerade wirklich Angst um seine Talente haben“, warnt Grötsch mit Blick auf die Stimmung in Mitteldeutschland. „Ich beneide gerade keinen, der in Sachsen-Anhalt ein Unternehmen hat.“
