Lebenslang für 2 Morde: Manson-Vertrauter Bruce Davis stirbt mit 83 Jahren in US-Haft
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Die ehemaligen kalifornischen Gouverneure Arnold Schwarzenegger und Jerry Brown blockierten die Freilassung von Bruce Davis.
Bruce Davis, eines der langjährigen Mitglieder der berüchtigten „Manson Family“, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der verurteilte Mörder starb kurz vor seinem 84. Geburtstag in der California Medical Facility in Vacaville, wie das Solano County Coroner’s Office bestätigte.
Davis verbüßte seit April 1972 eine lebenslange Freiheitsstrafe in Kalifornien. Ein Gericht hatte ihn wegen seiner direkten Beteiligung an mindestens zwei Morden der sektenartigen Gruppe verurteilt.
Gouverneure blockierten Freilassung auf Bewährung
Hinter Gittern vollzog Davis nach offiziellen Angaben einen Wandel: Er sagte sich von der Gruppe los, erwarb einen Doktortitel in Religionsphilosophie, heiratete und wurde Vater einer Tochter. Nachdem er erstmals seine Mitverantwortung an den Taten eingeräumt hatte, sprach sich eine Bewährungskommission im Jahr 2010 erstmals für seine Entlassung aus.
Arnold Schwarzenegger und Jerry Brown verweigerten als Gouverneure die Begnadigung.
Die finale Entscheidung lag jedoch beim damaligen kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Dieser legte sein Veto ein und betonte in einer schriftlichen Erklärung, dass die Taten „besonders abscheulich“ gewesen seien und eine Freilassung ein „unangemessenes Risiko für die Gesellschaft“ darstelle.
Auch alle folgenden Versuche blieben erfolglos: Schwarzeneggers Nachfolger Jerry Brown sowie der amtierende Gouverneur Gavin Newsom lehnten vier weitere Gnadengesuche von Davis ab.

Kult und Verbrechen der Manson Family
Ende der 1960er-Jahre hatte Charles Manson eine Gefolgschaft – überwiegend junge Frauen – um sich geschart und einen Personenkult aufgebaut. Im Auftrag Mansons verübten Mitglieder der Gruppe mehrere brutale Morde, unter anderem an der hochschwangeren Schauspielerin Sharon Tate.
Die Verbrechen machten die Gruppe weltweit bekannt und beeinflussten nachhaltig die Popkultur. So wählte Brian Hugh Warner seinen Künstlernamen Marilyn Manson in Anlehnung an den Sektenführer, der zudem auf Magazin-Covern von „Rolling Stone“ und „Life“ abgebildet wurde.
Umwandlung der Todesurteile
Dass Davis und Manson ihre Strafen im Gefängnis absitzen konnten, lag an einer vorübergehenden Abschaffung der Todesstrafe in Kalifornien Anfang der 1970er-Jahre. Alle verhängten Todesurteile gegen die Sektenmitglieder wurden damals in lebenslange Haftstrafen umgewandelt.
Sektenführer Charles Manson verstarb am 19. November 2017 im Alter von 83 Jahren im Gefängnis an den Folgen von Darmkrebs.

