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Long Covid bis ME/CFS: Studie entdeckt gemeinsame biologische Schnittstelle bei 5 Krankheiten

Long Covid bis ME/CFS: Studie entdeckt gemeinsame biologische Schnittstelle bei 5 Krankheiten Aktuelle News

Long Covid bis ME/CFS: Studie entdeckt gemeinsame biologische Schnittstelle bei 5 Krankheiten

Einfaches Ausschlafen reicht nicht aus. Betroffene wachen bereits erschöpft auf, alltägliche Handlungen verlangen enorme Kraft und die Konzentration bricht ein. Was viele Menschen nach einer Virusinfektion erleben, betrifft auch Patienten mit anderen chronischen Diagnosen.

Eine im Journal of Translational Medicine veröffentlichte Untersuchung liefert nun eine Erklärung für dieses Phänomen. Forscher wiesen nach, dass völlig unterschiedliche Krankheitsbilder auf denselben biologischen Systemebenen miteinander verknüpft sind.

Biologische Schnittmenge bei fünf Krankheitsbildern

Das Team analysierte Daten von Patienten mit fünf Diagnosen: Long Covid, ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Obwohl die Auslöser dieser Erkrankungen grundverschieden sind – von viralen Infekten über Autoimmunprozesse bis hin zu psychischen Traumata –, greifen sie im Körper an denselben Schaltstellen an.

Gestörte Energiegewinnung und Entzündungsprozesse

Die Wissenschaftler identifizierten Übereinstimmungen in fünf zentralen Systemen:

  • der Immunabwehr und chronischen Entzündungssignalen,
  • der körpereigenen Stressregulation,
  • dem zellulären Stoffwechsel,
  • der Art und Weise, wie Zellen Energie produzieren und nutzen.

Diese zellulären Fehlfunktionen erklären, warum Betroffene unabhängig von ihrer Grunderkrankung von einer lähmenden Erschöpfung berichten. Bei Long Covid und ME/CFS führt bereits geringe geistige oder körperliche Anstrengung oft zu einer anhaltenden Verschlechterung des Zustands (Post-Exertional Malaise).

Wissenschaftliche Analyse biologischer Mechanismen bei chronischen Erschöpfungssyndromen.

Konsequenzen für Diagnostik und Therapie

Bisher wurde Fatigue meist isoliert innerhalb der jeweiligen Fachdisziplinen erforscht. Der neue Ansatz bündelt diese Perspektiven und konzentriert sich auf die systemischen Gemeinsamkeiten.

Das liefert auch eine Erklärung dafür, warum Standard-Laborwerte bei Betroffenen häufig unauffällig bleiben, obwohl massive Einschränkungen im Alltag vorliegen. Die Entdeckung der gemeinsamen biologischen Muster bietet der Forschung nun konkrete Ansatzpunkte, um gezielte Biomarker und künftige Therapien zu entwickeln.