Zum Inhalt springen
On Air Festival

Lord Sugars Kreditkarten-Desaster: Warum selbst Milliarden nicht vor einer Ablehnung schützen

Lord Sugar bei einem öffentlichen Auftritt. Aktuelle News

Der britische Unternehmer Lord Sugar sah sich trotz seines enormen Vermögens mit einer Ablehnung konfrontiert.

Ein Milliardär am Limit

Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber bittere Realität für Lord Alan Sugar. Der britische Unternehmer und Star der BBC-Show „The Apprentice“ wollte lediglich sein Kreditkartenlimit bei American Express erhöhen. Doch trotz seines geschätzten Vermögens von 1,14 Milliarden Pfund stieß er bei der Bank auf eine digitale Wand.

Die Ablehnung erfolgte, obwohl Sugar nach eigenen Angaben rund eine Stunde lang mit vier verschiedenen Mitarbeitern telefoniert hatte. Selbst ein direktes Gespräch mit einem Kundenservicemitarbeiter in Brighton konnte die Entscheidung nicht revidieren: Das automatisierte System blieb bei seinem „Nein“.

„Ich laufe nicht mit Bargeld herum“

Auf der Plattform X machte Sugar seinem Ärger Luft. Er kritisierte scharf, dass Großkonzerne den menschlichen Aspekt durch starre, automatisierte Prozesse komplett aus den Augen verlieren. Für Sugar ist die Kreditkarte ein notwendiges Werkzeug für den Alltag:

„Ich laufe nicht mit Taschen voller Bargeld herum. Ich brauche eine Kreditkarte, um Dinge zu kaufen“, stellte er klar. Es ist nicht das erste Mal, dass er an den Grenzen seines Limits scheitert; bereits zuvor wurde ein teurer Einkauf in Italien durch eine automatisierte Ablehnung verhindert.

Lord Sugars Kreditkarten-Desaster: Warum selbst Milliarden nicht vor einer Ablehnung schützen

Wie American Express entscheidet

American Express hält sich bedeckt. Das Unternehmen betonte gegenüber der Presse, dass man sich zu individuellen Kundenkonten grundsätzlich nicht äußere. Fakt ist jedoch: Die Bank wirbt nicht mit einem festen Kreditrahmen.

Stattdessen fließen komplexe Faktoren in die Berechnung ein:

  • Die finanziellen Angaben des Kunden.
  • Das bisherige Zahlungsverhalten.
  • Die allgemeine Kreditwürdigkeit (Credit Score).

Lord Sugar, der 1968 das Elektronikunternehmen Amstrad gründete und aktuell auf Platz 146 der „Sunday Times“ Rich List geführt wird, hat die Erfahrung als Warnung vor einer zunehmend algorithmisch gesteuerten Finanzwelt geteilt. Offenbar gilt in der Welt der Algorithmen: Wer zu viel Kredit will, wird abgelehnt – egal, wie viele Milliarden auf dem Konto liegen.