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Malaika Mihambo: Jagd nach dem perfekten Sprung und drittem EM-Gold

Malaika Mihambo bei einem Leichtathletik-Wettbewerb. Aktuelle News

Malaika Mihambo zählt zu den weltweit erfolgreichsten Weitspringerinnen.

Gold, Silber oder Bronze? Für Malaika Mihambo ist die Farbe der Medaille längst nicht mehr die einzige Triebfeder. Die 32-jährige Weitsprung-Ikone aus Heidelberg sucht vor allem eines: den perfekten Sprung.

Nach ihrem beeindruckenden WM-Auftritt im vergangenen Jahr, bei dem sie trotz eines übertretenen, aber extrem weiten Satzes ihre eigene Leistungsfähigkeit unter Beweis stellte, ist der Ehrgeiz gewachsen. „Seitdem weiß ich sicher: Ich kann noch mehr“, erklärte Mihambo gegenüber der Welt. Dass sie in Tokio Zweite wurde, hat sie eher angespornt als entmutigt.

Einzige Titelverteidigerin im deutschen Team

Mihambo geht neue Wege, um ihre Bestleistung von 7,30 Metern wieder anzugreifen. Sie integriert Elemente aus der Neuroathletik, Feldenkrais, Yoga und Pilates, um auch mental neue Reize zu setzen. Der Spaß am Sport steht dabei an erster Stelle.

Mitte Juli zeigte ihre Formkurve beim Diamond-League-Meeting in London (7,05 m) deutlich nach oben. Zwar musste sie sich bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid überraschend Mikaelle Assani geschlagen geben, doch Mihambo bleibt gelassen. „Ich habe oft erlebt, dass ich nach einer nicht ganz gelungenen Generalprobe beim Saisonhöhepunkt besonders gute Leistungen abrufen konnte“, sagt die Athletin.

Qualifikation: Zitterpartie mit Happy End

Die Qualifikation am vergangenen Samstag in Birmingham war nichts für schwache Nerven. Erst im letzten Versuch gelang Mihambo der Sprung unter die besten zwölf Finalteilnehmerinnen. Nach zwei missglückten Anläufen – einer davon 30 Zentimeter zu früh abgesprungen, der andere übertreten – bewies sie Nervenstärke.

Malaika Mihambo: Jagd nach dem perfekten Sprung und drittem EM-Gold

Mit windunterstützten 7,10 Metern flog sie souverän ins Finale. „Das war wie ein Weckruf“, kommentierte die Heidelbergerin ihre Leistung. Für das heutige Finale (21.05 Uhr) gilt es nun, den Anlauf exakt zu treffen. Als stärkste Konkurrentin gilt die Italienerin Larissa Iapichino, die bereits in der Qualifikation mit 6,94 Metern ihre Klasse unterstrich.

Langfristiger Plan bis 2028

Auch wenn die aktuelle Europameisterschaft einen weiteren Höhepunkt darstellt, denkt Mihambo noch lange nicht an den Ruhestand. Die dreimalige „Sportlerin des Jahres“ plant ihre Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.

„Ich finde, man sollte irgendwann die Karriere beenden und lieber gehen, wenn es am schönsten ist“, so Mihambo. Mit 34 Jahren will sie sich dann aus der Weltklasse verabschieden. Bis dahin liegt der volle Fokus auf jedem einzelnen Sprung – und dem Streben nach dem Optimum.