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Mark Cubans Plan gegen Ungleichheit: Wie 300 Mitarbeiter durch Firmenanteile Millionäre wurden

US-Investor und Milliardär Mark Cuban spricht über Vermögensverteilung Aktuelle News

US-Investor Mark Cuban fordert feste Aktienanteile für Angestellte.

US-Milliardär und Investor Mark Cuban will die wachsende Vermögenskluft mit einem konkreten Modell verringern: Jedes Unternehmen soll allen Beschäftigten Firmenaktien übertragen – von der Führungsebene bis zur Reinigungskraft.

Wer aktiv zum Unternehmenserfolg beiträgt, soll nach Cubans Vorstellungen nicht nur über ein monatliches Gehalt abgespeist werden, sondern direkt am Wertzuwachs des Unternehmens partizipieren.

Gleiche Quote statt gleicher Betrag

Im Podcast „What It Takes“ forderte Cuban Unternehmer und Gründer dazu auf, Firmenanteile an die gesamte Belegschaft auszugeben. Entscheidend sei dabei nicht die absolute Summe, sondern ein einheitlicher Prozentsatz des Einkommens.

Erhält ein Vorstandschef mit einem Jahresgehalt von einer Million US-Dollar ein Aktienpaket im Wert von zehn Prozent seines Gehalts, muss eine Angestellte mit einem Jahresverdienst von 50.000 US-Dollar ebenfalls zehn Prozent ihres Gehalts in Aktien erhalten.

Erfolgsbeispiel Broadcast.com

Cuban verweist dabei auf seine eigene unternehmerische Vergangenheit. Vor dem milliardenschweren Verkauf seines Internetportals Broadcast.com an Yahoo im Jahr 1999 beteiligte er 330 Mitarbeiter am Eigenkapital.

Rund 300 dieser Beschäftigten wurden durch die spätere Übernahme zu Millionären. Auch bei seiner früheren IT-Firma MicroSolutions setzte er bereits auf Gewinnbeteiligungen und Anteile.

Mark Cubans Plan gegen Ungleichheit: Wie 300 Mitarbeiter durch Firmenanteile Millionäre wurden

Steuervorteile als staatlicher Anreiz

Um Firmen flächendeckend zur Mitarbeiterbeteiligung zu bewegen, schlägt Cuban finanzpolitische Vergünstigungen vor. Betriebe, die ihre gesamte Belegschaft nach transparenten Quoten am Eigenkapital beteiligen, könnten im Gegenzug von einem reduzierten Körperschaftsteuersatz profitieren.

Cuban ordnet diesen Ansatz einem marktwirtschaftlichen, mitfühlenden Kapitalismus zu, der Verteilungsprobleme über direkte Teilhabe statt über reine Umverteilung lösen will.

Wissenschaftliche Daten stützen den Ansatz. Eine Untersuchung der Harvard Business School aus dem Jahr 2021 zeigte, dass das Nettovermögen privater Haushalte massiv ansteigen würde, wenn private Unternehmen zu 30 Prozent den eigenen Angestellten gehörten. Forscher der Rutgers University wiesen bereits 2004 nach, dass Firmen mit hoher Mitarbeiterbeteiligung statistisch seltener pleitegehen.

Risiken für Arbeitnehmer bleiben bestehen

Harvard-Professor Ethan Rouen sieht im Eigenkapital einen direkten Hebel für die Motivation, da alle gemeinsam am Unternehmenswert arbeiten. Dennoch birgt das Modell finanzielle Risiken.

Geht ein Betrieb insolvent, verlieren Angestellte im schlimmsten Fall gleichzeitig ihren Arbeitsplatz und das angesparte Aktienvermögen. Firmenanteile können ein marktübliches Festgehalt daher lediglich ergänzen, keinesfalls ersetzen.