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Merz fordert nach Umfragetief neues CDU-Narrativ: Deutliche Warnung an Russland

Merz fordert nach Umfragetief neues CDU-Narrativ: Deutliche Warnung an Russland Aktuelle News

Merz fordert nach Umfragetief neues CDU-Narrativ: Deutliche Warnung an Russland

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Langenhagen bei Hannover hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine schonungslose Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Lage vorgenommen. Angesichts sinkender Umfragewerte kündigte er nach den Landtagswahlen im September eine parteiinterne Grundsatzdebatte an.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht auf einer Veranstaltung der CDU Niedersachsen
Bundeskanzler Friedrich Merz spricht auf einer Veranstaltung der CDU Niedersachsen in Langenhagen.

Merz zeigte sich selbstkritisch und räumte ein, dass die bisherige Arbeit angesichts der Umfrageergebnisse nicht ausgereicht habe. Zwar stehe die Union inhaltlich bei Sicherheit, Wirtschaft und Sozialpolitik richtig, es fehle jedoch eine übergreifende Erzählung für das Land.

Neues Leitbild jenseits der Tagespolitik

Der CDU-Vorsitzende forderte eine klare Leitlinie für das politische Handeln. Als historisches Vorbild nannte er Ludwig Erhards Konzept aus dem Jahr 1957, das das deutsche Wirtschaftswunder maßgeblich geprägt hatte.

Erweiterung des Erhard-Prinzips

Merz schlug vor, den bekannten Leitspruch von Erhard für die Gegenwart anzupassen. Das Ziel müsse künftig »Wohlstand für alle Generationen« lauten.

Damit solle sichergestellt werden, dass auch kommende Generationen unter Bedingungen von Freiheit, Frieden, wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Gerechtigkeit leben können.

Sicherheitslage und Warnung an Moskau

Bezugnehmend auf den gescheiterten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig äußerte sich der Bundeskanzler deutlich zur veränderten Sicherheitslage. Deutschland sei fest entschlossen, Rechtsstaat, Demokratie und das eigene Staatsgebiet zu verteidigen.

Mit direktem Verweis auf Russland verlangte Merz ein sofortiges Ende der hybriden Kriegsführung gegen die Bundesrepublik.

Industriestandort Volkswagen und Umgang mit der AfD

Zur Lage beim Autobauer Volkswagen begrüßte Merz die vorläufige Einigung auf einen tiefgreifenden Konzernumbau. Der Fall zeige exemplarisch die Krise der gesamten europäischen Automobilbranche, Deutschland müsse jedoch zwingend ein Industrieland bleiben.

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen mahnte Merz zudem eine intensivere Auseinandersetzung mit der AfD an. Diese müsse sowohl bei den politischen Inhalten als auch bei der Wortwahl deutlich konsequenter geführt werden.