Michael Schumacher: Sabine Kehm über die dramatische Saison 1994 und den Ferrari-Abschied
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Michael Schumacher prägte über Jahre hinweg die Scuderia Ferrari.
In einer gemeinsamen Dokumentation von Sky und RTL gewährt die langjährige Managerin Sabine Kehm Einblicke in die Karriere von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der steile Aufstieg vom Kart-Talent aus Kerpen zur globalen Sportikone verlangte dem Rennfahrer abseits der Rennstrecke früh ein hohes Maß an Anpassung ab.
Der Wandel zum Weltstar und der Rückzug ins Private
Der rasante Ruhm stellte Schumacher vor völlig neue Herausforderungen. Das massive mediale Interesse machte das private Umfeld zu einer unverzichtbaren Schutzzone.
„Er musste erst lernen, damit umzugehen. Deshalb war ihm sein privater Bereich immer so wichtig. Er brauchte diesen Rückzugsort, um seine Batterien aufzuladen und die Kraft für seinen Sport zu behalten“, erklärt Kehm in der Produktion.
Eine tragende Rolle spielte dabei seine Ehefrau Corinna, die den Einstieg in das Rampenlicht an seiner Seite durchlebte. Auch die gemeinsamen Kinder sahen das Filmmaterial bereits und erhielten so Einblicke in jene Jahre, die vor ihrer Geburt lagen.
Teamgeist bei Ferrari: „Einer von uns“
Bei Ferrari etablierte sich Schumacher nicht nur als sportlicher Leistungsträger, sondern legte großen Wert auf die direkte Bindung zur Boxencrew. Eine Sonderstellung innerhalb des Rennstalls lehnte er konsequent ab.

Zum Abschied von der Scuderia überreichten ihm die Mechaniker ein Erinnerungsbild mit der Aufschrift „Du bist einer von uns“. Laut Kehm spiegelte diese Geste exakt das wider, was Schumacher während seiner gesamten Zeit in Maranello sein wollte.
Das Schicksalsjahr 1994 als Wendepunkt
Besonders die Saison 1994 verlangte dem Fahrer auf und neben dem Asphalt alles ab. Das Jahr ging mit den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna sowie anhaltenden Manipulationsvorwürfen in die Formel-1-Geschichte ein.
„Viele haben vielleicht vergessen, wie schwer alles am Anfang war und dass Michael eben nicht alles zugeflogen ist“, so Kehm. Schumacher habe sich gegen erhebliche Widerstände durchgesetzt und wollte den Zuschauern trotz der dramatischen Begleitumstände vor allem sportliche Freude bereiten.
