Millionen-Spende aus Marcus-Nachlass: Durchbruch bei Stammzelltherapie nach Herzinfarkten geplant
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Der 2024 verstorbene Home-Depot-Mitbegründer Bernie Marcus setzte einen Schwerpunkt auf medizinische Forschung.
Millionen-Investition in die Herzmedizin
Die Stiftung des verstorbenen Home-Depot-Mitgründers Bernie Marcus stellt 28,7 Millionen Dollar für die Erforschung einer innovativen Stammzelltherapie bereit. Das Ziel: Geschädigtes Herzgewebe nach einem Infarkt aktiv zu regenerieren.
Die Mittel fließen an das Stammzellenzentrum der University of Southern California. Wie das US-Wirtschaftsmagazin „Fortune“ berichtet, handelt es sich um eine der bedeutendsten Zuwendungen der Stiftung im akademischen Bereich.
Der medizinische Ansatz
Das Forschungsteam unter der Leitung von Chuck Murry setzt bei der Therapie auf geneditierte Zellen. Dieser wissenschaftliche Ansatz soll es ermöglichen, den Herzmuskel nach einem Infarkt zu heilen, anstatt lediglich Symptome zu behandeln.
Jonathan Simons, wissenschaftlicher Leiter der Marcus Foundation, betonte, dass die Arbeit des Teams um Murry nun das Stadium erreicht habe, in dem die Unterstützung für die klinische Umsetzung der Zelltherapie „reif“ sei.
Weg in die klinische Anwendung
Die Therapie befindet sich derzeit noch in der Forschungsphase und ist noch nicht für Patienten zugelassen. Die finanzielle Förderung dient nun explizit dazu, die Voraussetzungen für erste klinische Studien am Menschen zu schaffen.

Murrys Team arbeitet seit Jahren daran, Stammzellen in funktionsfähige Herzmuskelzellen umzuwandeln, um das vernarbte Gewebe nach einem Herzinfarkt gezielt zu ersetzen.
Philanthropie mit Vision
Der im November 2024 im Alter von 95 Jahren verstorbene Bernie Marcus verfolgte mit seiner Stiftung eine klare Linie. Ursprünglich wollte der Milliardär selbst Arzt werden, musste diesen Traum jedoch aus finanziellen Gründen aufgeben und studierte stattdessen Pharmazie.
Nach einer erfolgreichen Karriere im Einzelhandel und der Mitbegründung von Home Depot nutzte er sein Vermögen für wohltätige Zwecke. Seit ihrer Gründung im Jahr 1989 hat die Stiftung mehr als 2,7 Milliarden Dollar in Bereiche wie Krebsforschung, Autismus und die regenerative Medizin investiert.
Marcus begründete diesen gezielten Fokus im Jahr 2012 schlicht: „Wir haben beschlossen, das Feld auf jene Dinge einzugrenzen, an denen ich wirklich und wahrhaftig interessiert war.“
