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Mondfinsternis am 28. August 2026: Bis zu 93 Prozent Bedeckung um 6:13 Uhr

Verdunkelter Mond während einer partiellen Mondfinsternis Aktuelle News

Am frühen Morgen des 28. August 2026 tritt der Vollmond tief am Horizont in den Erdschatten ein.

Nur gut zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 folgt das nächste Himmelsereignis. In den frühen Morgenstunden des 28. August wandert der Vollmond über Deutschland tief in den Kernschatten der Erde.

Astronomen stufen das Phänomen als partielle Mondfinsternis ein. Mit einem maximalen Bedeckungsgrad von 93 Prozent verfehlt der Mond die Grenze zur vollständigen Totalität nur knapp.

Zeitplan: Eintritt in den Kernschatten ab 4:33 Uhr

Nach Angaben der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie beginnt die sichtbare Phase exakt um 4:33 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt trifft der dunkle Kernschatten der Erde auf die Mondoberfläche.

Das Maximum der Verfinsterung wird gegen 6:13 Uhr erreicht. Die Fachwelt bezeichnet das enge Zusammenspiel aus Sonnen- und Mondfinsternis innerhalb weniger Wochen als typische „Finsternis-Saison“.

Die Grafik zeigt den Ablauf der partiellen Mondfinsternis am 28. August 2026 und die Position des Mondes im Kernschatten der Erde. © Vereinigung der Sternfreunde e. V.
Ablauf der partiellen Mondfinsternis am 28. August 2026 und Bahn des Mondes durch den Kernschatten der Erde.

Sichtbarkeit über Deutschland

Die Bedingungen zur Beobachtung variieren regional stark. Verantwortlich dafür sind der Zeitpunkt des Monduntergangs und die parallel einsetzende Morgendämmerung.

Bessere Bedingungen im Westen

Im Osten Deutschlands sinkt der Mond früher unter den Horizont. Das Maximum um 6:13 Uhr fällt dort bereits in die Zeit nach dem Monduntergang, weshalb Beobachter nur die Anfangsphase sehen.

Mondfinsternis am 28. August 2026: Bis zu 93 Prozent Bedeckung um 6:13 Uhr

Im Westen des Landes verzögert sich der Monduntergang um mehr als 30 Minuten. Dadurch lässt sich der verfinsterte Mond dort deutlich länger und näher am Maximum verfolgen.

Den vollständigen Austritt aus dem Kernschatten um 7:53 Uhr kann man in ganz Deutschland nicht mehr verfolgen, da der Mond zu diesem Zeitpunkt überall untergegangen ist.

Die schematische Darstellung erklärt, wie Sonne, Erde und Mond bei einer Mondfinsternis zueinander stehen und warum der Mond in den Erdschatten gerät. © Vereinigung der Sternfreunde e. V.
Schematische Darstellung der Konstellation von Sonne, Erde und Mond während einer Mondfinsternis.

Tipps für die Beobachtung und Aussicht auf Kupferfärbung

Spezielle Schutzbrillen wie bei einer Sonnenfinsternis sind für das Auge nicht erforderlich. Ein einfaches Fernglas reicht aus, um den Kontrast gegen den heller werdenden Dämmerungshimmel zu verstärken.

Weil der Mond während des Ereignisses sehr tief steht, sind folgende Faktoren entscheidend:

  • Freie Sichtachse in Richtung Südwesthorizont ohne störende Gebäude oder Baumreihen
  • Ein leicht erhöhter Standort abseits dichter Bebauung
  • Möglichst wolkenfreier Himmel im südwestlichen Quadranten

Trotz der unvollständigen Bedeckung kann gestreutes Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre den verdunkelten Teil rötlich färben. Dieser sogenannte Kupfermond-Effekt dürfte vor allem im Westen kurz vor Horizontberührung schwach sichtbar werden.