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Nach 80 Millionen Euro Investment: Hasan Ismaik plant Klage gegen TSV 1860 München

Investor Hasan Ismaik bei 1860 München Aktuelle News

Hasan Ismaik kündigt juristische Schritte gegen die Führung des TSV 1860 München an.

Juristisches Nachspiel nach Insolvenz und Zwangsabstieg

Der Machtkampf beim TSV 1860 München eskaliert erneut. Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga und der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September droht Investor Hasan Ismaik mit rechtlichen Schritten.

Dem Traditionsklub fehlten Ende Mai 2,3 Millionen Euro für die Drittligalizenz. Infolgedessen kündigte der Verein den Kooperationsvertrag mit dem Geldgeber und gründete eine neue Fußball-Betriebsgesellschaft, mit der die Mannschaft derzeit auf Platz 7 der Regionalliga antritt.


Hasan Ismaik, Mehrheitsgesellschafter des TSV 1860 München.

Schwere Vorwürfe gegen Präsidium und Geschäftsführung

Ismaik wirft den Klub-Verantwortlichen vor, die Zahlungsunfähigkeit der KGaA vorsätzlich herbeigeführt zu haben. Er sieht in den Vorgängen eine gezielte Schädigung seiner Interessen als Gesellschafter.

„Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigeführt“, erklärte Ismaik. Die Ausgliederung in ein neues Unternehmen bezeichnete er als Teil eines sittenwidrigen Vorgehens.

Forderungen nach zivil- und strafrechtlicher Aufarbeitung

Der 49-jährige Geschäftsmann nimmt namentlich mehrere Spitzenfunktionäre ins Visier. Neben den neun Vorstandsmitgliedern des e. V. nennt er Gernot Mang, dessen drei Vizepräsidenten, Aufsichtsratschef Herbert Bergmaier und Geschäftsführer Manfred Paula.

Nach 80 Millionen Euro Investment: Hasan Ismaik plant Klage gegen TSV 1860 München

Ismaik betonte, alle Schritte genau zu dokumentieren, um Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Dies könne sowohl in Deutschland als auch in weiteren Rechtsräumen geschehen.

Über 80 Millionen Euro seit 2011 investiert

Seit seinem Einstieg im Jahr 2011 hat Ismaik mehr als 80 Millionen Euro in den Münchner Verein gesteckt. Eine sportliche Rückkehr in die 2. Bundesliga blieb in den vergangenen 15 Jahren jedoch aus.

Spätestens seit dem ersten Abstieg im Jahr 2016 gilt das Verhältnis zwischen dem Investor aus Abu Dhabi und dem Verein als zerrüttet. Versuche, die eigenen Anteile zu veräußern, blieben über Jahre erfolglos.