Nach FCAS-Bruch mit Deutschland: Frankreich bringt „Super-Rafale“ F-5 bis 2035
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Die Rafale bildet das Rückgrat der französischen Luftstreitkräfte.
Frankreich geht bei der Modernisierung seiner Luftstreitkräfte wieder eigene Wege. Nach dem Scheitern des deutsch-französischen Rüstungsprojekts FCAS treibt Paris die Entwicklung des Kampfjets „Rafale F-5“ voran. Die Indienststellung ist für den Zeitraum zwischen 2033 und 2035 geplant.
Dassault-Aviation-Chef Éric Trappier kündigte den Zeitplan für den sogenannten „Super-Rafale“ im Interview mit dem Sender BFM Business an. Nach Absagen potenzieller internationaler Partner wie den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert und entwickelt der Konzern das Modell derzeit im Alleingang.
Frankreich setzt damit eine bewährte Tradition fort: Bereits beim Vorgängermodell stieg das Land aus dem europäischen Eurofighter-Verbund aus und entwickelte die Rafale eigenständig. Heute sichern die Maschinen den Luftraum, tragen die luftgestützten Atomwaffen des Landes und operieren vom Flugzeugträger Charles de Gaulle aus.
Hyperschall und Drohnenverbund: Die Technik der Rafale F-5
Die F-5-Version soll als Plattform der zweiten Generation vernetzter Kampfflugzeuge fungieren und aktuellen Bedrohungslagen begegnen.
- Führung von und Zusammenarbeit mit unbemannten Tarnkappen-Drohnen (Loyal Wingman)
- Sensordaten-Fusion zur echtzeitnahen Lageerfassung im Gefechtsfeld
- Erweiterte Systeme zur elektronischen Kampfführung und Aufklärung
- Integration neuer Hyperschallraketen mit nuklearen Sprengköpfen
Scheitern von FCAS zwingt Paris und Berlin zu Alternativen
Der Beschluss für den Alleingang fiel nach dem endgültigen Abbruch des „Future Combat Air System“ (FCAS) im Juni 2026. Deutschland und Frankreich hatten seit 2018 an dem Kampfjet der sechsten Generation gearbeitet, konnten zentrale Streitpunkte bezüglich Arbeitsaufteilung und geistigem Eigentum jedoch nicht beilegen.

Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin stellte klar, dass französische Rüstungsunternehmen als „einzige Gruppe in Europa“ fähig seien, ein modernes Kampfflugzeug vollständig autonom zu bauen.
Deutschlands Suche nach neuen Rüstungspartnern
Während Frankreich auf die Weiterentwicklung der Rafale-Plattform setzt, steht die Bundeswehr vor offenen Fragen bezüglich der Nachfolge ihrer Eurofighter-Flotte.
In Berlin werden derzeit Kooperationen mit dem schwedischen Rüstungskonzern Saab oder ein möglicher Einstieg in das konkurrierende GCAP-Programm von Großbritannien, Italien und Japan geprüft.
