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Nach Sonnenfinsternis-Erfolg: Astrophysiker in Frankreich ausgeraubt

Astrophysiker Federico Landini bei der wissenschaftlichen Arbeit. Aktuelle News

Federico Landini testete das CISS-Spektrometer erfolgreich während der Sonnenfinsternis.

Ein wissenschaftlicher Meilenstein mit bitterem Nachspiel

Zweieinhalb Jahre Vorbereitungszeit steckten in dem Projekt. Für den italienischen Astrophysiker Federico Landini vom Nationalen Institut für Astrophysik in Turin war die totale Sonnenfinsternis am 12. August in Spanien der Höhepunkt seiner Karriere.

Gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam testete er am Astrophysikalischen Observatorium von Javalambre das innovative Sonnenspektrometer CISS. Landini bezeichnete das Projekt gegenüber der Zeitung „La Stampa“ als eine wissenschaftliche Premiere.

Diebstahl während der Rückreise

Das Experiment war ein voller Erfolg: Das Spektrometer lieferte präzise Daten zur Sonnenkorona. Doch kurz nach dem Triumph folgte der Rückschlag. Auf dem Heimweg legte das Team einen Zwischenstopp in Perpignan, Frankreich, ein.

Da kein Hotelparkplatz verfügbar war, ließen die Wissenschaftler ihren Transporter über Nacht an der Straße stehen. „Am nächsten Morgen war der Van komplett aufgebrochen“, berichtet Landini. Die Täter erbeuteten spezialisierte Forschungsausrüstung im Wert von rund 50.000 Euro.

Gestohlene Ausrüstung

Glück im Unglück: Die während der Finsternis gewonnenen Daten befanden sich nicht im Fahrzeug und blieben sicher. Dennoch fehlt dem Team nun essenzielle Technik. Laut einer Mitteilung des Instituts auf Facebook wurden unter anderem folgende Geräte entwendet:

Nach Sonnenfinsternis-Erfolg: Astrophysiker in Frankreich ausgeraubt
  • GM2000 HPS II (Seriennummer GM20001366)
  • Sonnenfernrohr samt Zubehör
  • Dreifachständer
  • SharpGuide TKSG70-Fernrohr
  • ASI533MM PRO-Kamera
  • Verschiedene Lichtquellen und Laser

Das „spanische Trio“ der Sonnenfinsternisse

Die Finsternis vom 12. August war die erste totale Sonnenfinsternis über dem spanischen Festland seit 1905. Sie markiert den Beginn eines seltenen astronomischen Phänomens, das Experten als „spanisches Trio“ bezeichnen.

Die Serie der seltenen Himmelsereignisse über der Iberischen Halbinsel setzt sich fort:

  • Am 2. August 2027 folgt eine weitere totale Sonnenfinsternis, die besonders im Süden des Landes sichtbar sein wird.
  • Am 26. Januar 2028 schließt eine ringförmige Sonnenfinsternis die außergewöhnliche Reihe ab.

Während Astronomen weltweit auf diese Termine blicken, hofft das Team aus Turin nun vor allem darauf, dass die hochspezialisierte Ausrüstung wieder auftaucht.