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NADA-Frist abgelaufen: Owen Ansah zieht nach Doping-Vorwurf vor das Deutsche Sportschiedsgericht

Sprinter Owen Ansah bei einem Leichtathletik-Wettkampf Aktuelle News

Owen Ansah wehrt sich juristisch gegen die Vorwürfe der NADA.

Verfahren vor dem Deutschen Sportschiedsgericht beantragt

Der deutsche 100-Meter-Rekordler Owen Ansah lässt den Vorwurf eines verpassten Dopingtests nicht auf sich sitzen. Nach dem Verstreichen einer 20-Tage-Frist forderte der 25-jährige Sprinter vom Hamburger SV offiziell die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht.

Hätte Ansah die Vorwürfe der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) akzeptiert, wäre eine mögliche Sperre auf drei Jahre reduziert worden. Mit dem Gang vor das Schiedsgericht geht die juristische Auseinandersetzung nun in die nächste Instanz.

Ansahs Anwalt Rainer Cherkeh erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es aufgrund des laufenden, nicht-öffentlichen Verfahrens vorerst keine weiteren Erklärungen geben werde. Die NADA betonte, ein zügiges und effektives Verfahren vor dem Schiedsgericht anzustreben.

Der Vorfall am 9. Juli

Ausgangspunkt des Streits ist ein Kontrollversuch vor rund zwei Monaten. Ansah stand kurz vor der Abreise zum Diamond-League-Meeting nach Monaco und befand sich nach eigener Schilderung unter erheblichem Zeitdruck.

NADA-Frist abgelaufen: Owen Ansah zieht nach Doping-Vorwurf vor das Deutsche Sportschiedsgericht

Als der Kontrolleur erschien, gab Ansah an, kurz zuvor auf der Toilette gewesen zu sein und nicht sofort eine Urinprobe abgeben zu können. Der Kontrolleur war zudem außerhalb des von Ansah im Meldesystem angegebenen Kontrollzeitfensters eingetroffen. Der Sprinter betont, den Test zu keinem Zeitpunkt verweigert zu haben.

Medaillenverlust und Gang vor den CAS möglich

Aktuell ist Ansah nicht suspendiert. Seine Wettkampfsaison beendete er am Donnerstag verletzungsbedingt dennoch vorzeitig, nachdem er kurz zuvor bei der Europameisterschaft in Birmingham Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter gewonnen hatte.

Sollte das Schiedsgericht gegen den Athleten entscheiden, droht ihm die nachträgliche Aberkennung seiner EM-Medaillen und Resultate. Sowohl Ansah und die NADA als auch der Leichtathletik-Weltverband und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) können gegen das spätere Urteil Rechtsmittel beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) einlegen.