Nkunku, Füllkrug und Diaby für fast 30 Millionen: Warum die Bundesliga wieder auf Rückkehrer setzt
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Mario Götze bereut seinen Wechsel zurück zu Borussia Dortmund im Jahr 2016.
Zehn Jahre nach der Entscheidung zieht Mario Götze eine schonungslose Bilanz. Zu „100 Prozent“ bereue er es, 2016 nicht zu Jürgen Klopp nach Liverpool gewechselt zu sein, sondern stattdessen zu Borussia Dortmund zurückzugehen.
Der Schritt zurück brachte sportlich nicht den erhofften Aufschwung. Geplagt von Verletzungen und Stoffwechselproblemen erreichte der Siegtorschütze des WM-Finals von 2014 beim BVB nie mehr seine alte Form.
Die historische Warnung: Kaum ein zweiter Anlauf glückt
Götzes Fall ist kein Einzelfall. Dortmund versuchte in den späten 2010er Jahren mehrfach, frühere Meisterspieler zurückzuholen: Nuri Sahin und Shinji Kagawa blieben hinter den Erwartungen zurück, lediglich Mats Hummels überzeugte bei seinem zweiten Engagement.
Mario Götze und Jürgen Klopp während ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund.
Auch bei anderen Klubs ging das Prinzip selten auf. Lukas Podolski stieg nach seiner Rückkehr mit dem 1. FC Köln erneut ab, Michael Ballack erlebte in Leverkusen ein unrühmliches Karriereende, Timo Werner fand in Leipzig nicht mehr zu alter Stärke und Max Kruses zweites Engagement in Wolfsburg endete im Fiasko.
Trotz dieser Negativbeispiele setzt die Bundesliga im Transfersommer 2026 wieder massiv auf altbekannte Kräfte.
Große Namen im Angriff: Leipzig, Bremen und Leverkusen greifen zu
Christopher Nkunku wechselt nach drei Jahren zurück zu RB Leipzig. Die Sachsen leihen den 28-jährigen Franzosen als Ersatz für den zu Real Madrid gewechselten Yan Diomande vom AC Milan aus und sicherten sich eine Kaufoption.
Auch Werder Bremen setzt auf vertrautes Personal und holt Niclas Füllkrug zurück. Der 33-Jährige verzichtet auf erhebliche Gehaltsanteile aus seinem Vertrag bei West Ham United, um die Rückkehr an die Weser zu ermöglichen.

Niclas Füllkrug jubelt im Trikot von Werder Bremen.
Vor einem Comeback steht zudem Moussa Diaby bei Bayer Leverkusen. Der 27-jährige Offensivspieler, der zwischen 2019 und 2023 in 172 Pflichtspielen 49 Tore für die Werkself erzielte, soll nach Stationen bei Aston Villa und Al-Ittihad für knapp unter 30 Millionen Euro zurückkehren.
Comebacks in der Defensive und auf der Trainerbank
Itakura und Skhiri verstärken Gladbach und Köln
Borussia Mönchengladbach schließt die Lücke von Nico Elvedi (zu Leeds United) mit Ko Itakura. Der 29-jährige Innenverteidiger kehrt nach nur einem Jahr bei Ajax Amsterdam an den Niederrhein zurück.
Der 1. FC Köln holt derweil Ellyes Skhiri nach drei Jahren bei Eintracht Frankfurt zurück ans Geißbockheim. Der 31-Jährige soll der Kölner Zentrale sofort wieder Stabilität verleihen.
Zweiter Anlauf für Adi Hütter in Frankfurt
Auch auf den Trainerbänken gibt es eine Reaktivierung alter Verbindungen: Adi Hütter übernimmt erneut die Eintracht, die er 2021 nach dem Halbfinaleinzug in der Europa League verlassen hatte.
Der Österreicher erinnert an seinen damaligen holprigen Start und sieht Parallelen zur aktuellen Situation. Ob das Comeback-Modell in der Liga diesmal erfolgreicher ist, wird sich in den kommenden Monaten auf dem Platz zeigen.


