Notausgang auf 9000 Metern: Passagier wollte Flugzeug in der Luft öffnen
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Ein 36-Jähriger musste während des Flugs der Batik Air Malaysia zurückgehalten werden.
Ein Flug von Kuala Lumpur nach Kochi wurde zur lebensbedrohlichen Gefahr. An Bord einer Boeing 737-800 der Batik Air Malaysia versuchte ein 36-jähriger Passagier, während des Reiseflugs in 9000 Metern Höhe den Notausgang zu öffnen.
Eskalation über den Wolken
Der Vorfall ereignete sich auf dem Flug OD231. Laut Berichten beschädigte der Passagier Jamsheer A., der auf Sitz 12A saß, zunächst die Abdeckung des Notausstiegs. Anschließend versuchte er mit Gewalt, die Tür zu entriegeln.
Die Besatzung und andere Fluggäste mussten unmittelbar eingreifen, um den Mann zu stoppen. Dabei soll der 36-Jährige die anderen Personen massiv bedroht haben. Gemeinsam gelang es der Crew und Passagieren jedoch, den Mann zu überwältigen und ihn mit Kabelbindern zu fixieren.
Festnahme nach der Landung
Nach der sicheren Landung in Kochi um 02:40 Uhr wurde Jamsheer A. von der Polizei festgenommen. Die Liste der Vorwürfe ist schwerwiegend: Neben Nötigung und Missachtung von Sicherheitsanweisungen ermitteln die Behörden mittlerweile wegen des Verdachts auf versuchten Mord.

Erste Befragungen ergaben kein klares Motiv. Es gab keine Anzeichen für eine vorherige Provokation. Der Mann gab gegenüber den Ermittlern an, er habe in diesem Moment den plötzlichen Wunsch verspürt, zu sterben. Sein psychischer Zustand soll nun in weiteren Untersuchungen geklärt werden.
Persönlicher Hintergrund
Der 36-Jährige lebt seit rund zehn Jahren in Malaysia und ist dort beruflich tätig. Er befand sich auf dem Weg in den indischen Bundesstaat Kerala, um sein neugeborenes Kind zu besuchen.
Batik Air Malaysia, Teil der indonesischen Lion Air Group, betreibt ein weitreichendes Streckennetz in Süd- und Südostasien sowie Australien. Ob für den Mann weitere psychologische Gutachten angeordnet werden, ist Gegenstand der laufenden juristischen Aufarbeitung.
