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Notoperation nach Schussabgabe: Jäger verletzt sich bei Waffenreparatur schwer am Bauch

In Kernen verletzte sich ein Jäger beim Einspannen seiner Waffe selbst. (Symbolbild) Aktuelle News

In Kernen verletzte sich ein Jäger beim Einspannen seiner Waffe selbst.

Ein 57-jähriger Jäger hat sich bei dem Versuch, sein Jagdgewehr eigenhändig zu reparieren, durch einen versehentlich ausgelösten Schuss schwer im Bauchbereich verletzt. Der Mann musste umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert und notoperiert werden; nach dem chirurgischen Eingriff besteht keine Lebensgefahr mehr.

Das folgenschwere Unglück ereignete sich gegen 20:30 Uhr im baden-württembergischen Kernen-Rommelshausen. Nach ersten Erkenntnissen der ermittelnden Beamten wollte der Waidmann Arbeiten an der Mechanik der Waffe vornehmen, als sich das Projektil plötzlich unkontrolliert löste.

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In Kernen verletzte sich ein Jäger beim Einspannen seiner Waffe selbst. (Symbolbild)
In Kernen verletzte sich ein Jäger beim Einspannen seiner Waffe selbst. (Symbolbild)

Ermittlungen der Polizei: Fatale Nachlässigkeit vor dem Einspannen

Die Rekonstruktion des Unfalls durch die Polizei ergab eine eindeutige Ursache für die unbeabsichtigte Schussabgabe. Der 57-Jährige hatte die Langwaffe vor Beginn der handwerklichen Arbeiten offensichtlich nicht vorschriftsmäßig entladen.

Als der Mann das Gewehr für die geplante Instandsetzung einspannte, geriet der Mechanismus unter Druck und der Schuss detonierte auf kürzeste Distanz direkt in seinen Bauchraum. Rettungskräfte versorgten den Schwerverletzten vor Ort, bevor im Operationssaal eine Stabilisierung seines Zustands gelang.

Vor jeglicher Wartung, Reinigung oder mechanischen Bearbeitung einer Schusswaffe ist eine zweifelsfreie Sicherheitsüberprüfung mit visueller und haptischer Kontrolle des Patronenlagers zwingend vorgeschrieben.

Sicherheitsstandards im Umgang mit Jagdwaffen

Der Vorfall verdeutlicht die immensen Gefahren bei Wartungsarbeiten in Eigenregie. In der jagdlichen Praxis herrscht mitunter der Irrglaube vor, dass langjährige Routine vor elementaren Fehlern schütze oder gesicherte Waffen bei mechanischer Einwirkung grundsätzlich blockiert blieben. Die waffentechnische Realität beweist jedoch: Mechanischer Druck, wie er beim Einspannen in Werkbänke oder Schraubstöcke entsteht, kann Abzugsgruppen und Sicherungsrasten selbst im gesicherten Zustand überwinden, wenn sich noch Munition im Lauf befindet.

Wesentliche Schritte vor jeder Waffenwartung

  • Lauf- und Magazinkontrolle: Vollständiges Entfernen des Magazins sowie wiederholtes Öffnen des Verschlusses.
  • Physische Entladeprüfung: Kontrolle des Patronenlagers per Blick und Tastsinn auf verbliebene Restmunition.
  • Sichere Ausrichtung: Die Mündung muss während aller Handgriffe ausnahmslos in eine kugelsichere Richtung zeigen.
  • Fachbetrieb einbinden: Komplexe Reparaturen an Schlagbolzen, Verschluss oder Abzug gehören in die Hände lizenzierter Büchsenmacher.
Kriterium Details zum Vorfall
Ort des Geschehens Kernen-Rommelshausen
Beteiligte Person 57-jähriger Jäger
Uhrzeit Gegen 20:30 Uhr
Unfallursache Nicht entladenes Gewehr beim Einspannen
Gesundheitszustand Notoperiert, außer Lebensgefahr

💡 Der Unfall in Kernen führt drastisch vor Augen, wie essenziell strenge Sicherheitsroutinen bei jeder Form des Waffenbesitzes bleiben.

🔍 Präzise Entladekontrollen und die Einhaltung technischer Sicherheitsregeln verhindern im Ernstfall lebensbedrohliche Verletzungen.

👇 Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns oder diskutieren Sie über Sicherheitsstandards bei der Handhabung von Jagdwaffen in den Kommentaren.

Bron: www.gmuender-tagespost.de

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Vorsicht bei der Jagdwaffe

Fülle das Gitter — 9 Wörter: halb aus dem Artikel, halb Promis und Alltagskultur