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Notwasserung im See: US-Kongressabgeordneter Tom Tiffany überlebt Flugzeugabsturz in Wisconsin

US-Kongressabgeordneter Tom Tiffany aus Wisconsin Aktuelle News

Der US-Politiker Tom Tiffany überlebte eine Notwasserung während seiner Kampagne in Wisconsin.

Der US-Kongressabgeordnete Tom Tiffany hat bei einer Notlandung im Bundesstaat Wisconsin einen Flugzeugabsturz im Lake Wausau überlebt. Die einmotorige Maschine verlor kurz vor dem Zielflughafen dramatisch an Leistung und zwang die zweiköpfige Besatzung zu einer riskanten Notwasserung in völliger Dunkelheit.

Zusammen mit seinem Piloten konnte sich der Politiker, der derzeit für das Gouverneursamt im US-Bundesstaat Wisconsin kandidiert, aus dem schnell sinkenden Wrack befreien. Nach zehn bangen Minuten auf dem Rumpf der Maschine schwammen beide Männer durch das kalte Seewasser in Richtung Ufer, wo Rettungskräfte sie schließlich lokalisieren und in Sicherheit bringen konnten.

Dramatischer Leistungsverlust im nächtlichen Landeanflug

Der Vorfall ereignete sich am späten Abend auf dem Rückweg von einer politischen Veranstaltung, dem Lincoln Day Dinner in La Crosse County, mit Ziel Wausau Downtown. An Bord des fünfsitzigen Flugzeugs vom Typ Beechcraft K35 befanden sich ausschließlich der Kongressabgeordnete und sein erfahrener Pilot Len Boltz. Mitten im Sinkflug kam es plötzlich zu einem gravierenden Ausfall des Antriebs.

Innerhalb weniger Sekunden musste der Flugzeugführer eine Entscheidung treffen. Boltz forderte seinen Passagier auf, die Gurte maximal festzuziehen, bevor die Maschine nur rund zehn Sekunden später auf der Wasseroberfläche aufschlug. Eine entscheidende Maßnahme verhinderte dabei Schlimmeres: Das Fahrwerk blieb eingefahren, wodurch ein sofortiges Überschlagen der Maschine beim Eintauchen ins Wasser verhindert wurde.

„Er war klug und schnell genug, um zu denken: ‚Wir müssen unbedingt das Fahrwerk einfahren‘. Das hat uns möglicherweise gerettet.“

Rettungseinsatz unter schwierigen Sichtbedingungen

Nach dem Aufprall verblieben die beiden Insassen zunächst rund zehn Minuten auf dem Dach der langsam untergehenden Beechcraft Bonanza. Über ein Mobiltelefon gelang es dem Piloten, den Notruf abzusetzen, während das Smartphone des Abgeordneten in den Fluten versank. Als das Flugzeug endgültig abtauchte, schwammen beide in Richtung des Flughafengeländes und erreichten eine Untiefe, in der das Wasser ihnen etwa eineinhalb Meter hoch stand.

  1. Notrufabsetzung: Unmittelbar nach dem Aufprall alarmierte der Pilot die Rettungsleitstelle über sein Smartphone.
  2. Selbstrettung aus dem Wrack: Beide Insassen kletterten auf die Außenhaut des Flugzeugs, bevor sie losschwammen.
  3. Lokalisierung bei Nacht: Einsatzkräfte orteten die Verunglückten mithilfe von Wärmebildkameras und Booten.
  4. Medizinische Erstversorgung: Versorgung von Platzwunden im Krankenhaus und anschließende Entlassung.

Der Zwischenfall und die Rettungsdaten

Trotz der Wucht der Notlandung kamen beide Männer mit verhältnismäßig leichten Verletzungen davon. Tom Tiffany erlitt eine Platzwunde über dem Auge, die mit zwölf Stichen genäht werden musste, während der Pilot mit vier Stichen behandelt wurde.

Kriterium Details zum Vorfall
Beteiligte Personen Kongressabgeordneter Tom Tiffany, Pilot Len Boltz
Flugzeugmodell Beechcraft K35 (Bonanza)
Ort des Vorfalls Lake Wausau, Marathon County, Wisconsin
Flugroute La Crosse County nach Wausau Downtown
Eingesetzte Rettungsmittel Rettungsboote, Wärmebildkameras, Privatboot

Auswirkungen auf die politische Arbeit im Kongress

Eine unmittelbar anstehende Reise nach Washington zur parlamentarischen Arbeit sagte Tiffany nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus vorübergehend ab. An seinen politischen Ambitionen und der Bewerbung um das Amt des Gouverneurs in Wisconsin hält der Politiker jedoch unverändert fest.

„Obwohl wir wussten, dass es eine ernste Angelegenheit war, haben wir gestern Abend noch die ganze Zeit Witze gemacht. Eine solche Erfahrung erinnert einen daran, wie kostbar das Leben ist.“

Die zügige Rettung in der Dunkelheit gelang auch dank der Unterstützung aus der lokalen Bevölkerung: Ein Anwohner stellte den Suchmannschaften spontan sein privates Boot zur Verfügung, um die Suche auf dem See zu beschleunigen.

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