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ÖKO-TEST deckt auf: 27 Gemüsebrühen im Labor – nur zwei Produkte erhalten Bestnote

Gemüsebrühe im Test bei ÖKO-TEST Aktuelle News

ÖKO-TEST hat 27 trockene Gemüsebrühen im Labor auf Schadstoffe und Salzgehalt untersucht.

Ein umfangreicher Labortest von 27 trockenen Gemüsebrühen und Bouillons bringt ernüchternde Ergebnisse zutage: Lediglich zwei Produkte erzielten die Bestnote „sehr gut“. Zahlreiche andere Proben fielen durch bedenkliche Pestizidrückstände, einen extrem hohen Salzanteil sowie zugesetzte Aromen negativ auf.

Für Verbraucher, die auf eine gesunde und aromatische Basis in der Küche setzen, ist das Testergebnis ein deutlicher Weckruf. Denn obwohl 17 der 27 überprüften Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau stammten, zeigten sich gravierende Unterschiede in Reinheit und Zusammensetzung.


Untersuchung von Gemüsebrühen im Labor durch ÖKO-TEST.

Verbotene Pestizide und bedenkliche Mehrfachbelastungen

Besonders alarmierend sind die Laborbefunde im Bereich der Schadstoffanalytik. Die Prüfer wiesen in mehreren Gemüsebrühen Rückstände verschiedener Pflanzenschutzmittel nach – teilweise wurden in einer einzigen Probe gleich mehrere Wirkstoffe parallel festgestellt.

Unter den nachgewiesenen Substanzen befanden sich sogar Stoffe, deren Einsatz für den landwirtschaftlichen Anbau innerhalb der Europäischen Union längst nicht mehr zugelassen ist. Als Hauptursache für diese Belastungen gelten globale Lieferketten: Einzelne Hersteller beziehen Rohstoffe wie getrocknetes Gemüse aus Ländern außerhalb der EU, darunter Indien, China und Ägypten.

In getrockneten Würzmitteln führen globale Lieferketten und mangelnde Kontrollen im Herkunftsland immer wieder zu Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln, die in der EU verboten sind.

Salz statt Gemüse: Was wirklich im Glas steckt

Neben chemischen Rückständen sorgte die Rezeptur vieler Produkte für deutliche Punktabzüge. Entgegen der Erwartung vieler Verbraucher besteht Gemüsebrühe häufig nur zu einem Bruchteil aus echtem Gemüse.

Wenig Rohstoff, viel Füllstoff

Der tatsächliche Gemüseanteil schwankte in der Untersuchung extrem und lag lediglich zwischen 7 und 32,5 Prozent. Bei Produkten mit besonders niedrigem Gemüseanteil griffen die Hersteller verstärkt auf zugesetzte Aromastoffe und Geschmacksverstärker zurück, um den Mangel an natürlichen Zutaten auszugleichen.

Zudem stand bei ausnahmslos allen 27 getesteten Produkten Salz an erster Stelle der Zutatenliste. Der reine Salzgehalt machte zwischen 44 und 60 Prozent der gesamten Trockenmasse aus.

ÖKO-TEST deckt auf: 27 Gemüsebrühen im Labor – nur zwei Produkte erhalten Bestnote
Prüfpunkt Laborergebnis
Gesamtzahl getesteter Produkte 27 Gemüsebrühen (davon 17 Bio)
Produkte mit Bestnote „sehr gut“ Nur 2 von 27
Gemüseanteil im Produkt 7 % bis 32,5 %
Salzanteil in der Trockenmasse 44 % bis 60 %

Strengere Maßstäbe beim Salzgehalt

Zur Bewertung der fertig zubereiteten Brühe legten die Tester einen britischen Richtwert von maximal 0,90 Gramm Salz pro 100 Milliliter zugrunde. Eine Vielzahl der getesteten Bouillons überschritt diese Schwelle spürbar und büßte wertvolle Noten ein.

Wer beim Kochen auf Fertigbrühen zurückgreift, sollte daher die Zutatenliste genau prüfen und Produkte mit hohem Gemüseanteil ohne künstliche Aromazusätze bevorzugen.

🔍 Achten Sie beim nächsten Einkauf genau auf die Reihenfolge der Inhaltsstoffe und den angegebenen Gemüseanteil.

💡 Häufig lohnt sich der Griff zu rein natürlichen Alternativen oder das einfache Selbermachen einer Würzpaste.

👇 Welche Kriterien sind Ihnen bei Würzmitteln am wichtigsten? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!

die Website-Quelle: www.tips.at