Öko-Test warnt: Dieser Backofenreiniger gefährdet Verbraucher massiv
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Öko-Test untersuchte 18 Backofenreiniger auf Reinigungsleistung und Sicherheit.
Nach dem Weihnachtsbraten ist der Backofen oft hartnäckig verschmutzt. Wer zu chemischen Reinigern greift, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test zeigt, dass nicht alle Produkte sicher sind – ein Reiniger verstößt sogar gegen geltendes Recht.

Eine Frau reinigt ein Ofengitter mit einem Scheuerschwamm.
Gute Noten für Eigenmarken von dm, Rossmann und Rewe
Kunden, die bei Drogerien und Supermärkten einkaufen, dürfen aufatmen: Viele Eigenmarken überzeugten die Tester mit solider Reinigungsleistung und fairem Preis. Die Produkte von dm, Rossmann und Rewe erhielten das Gesamturteil „gut“:
- Denk mit Backofen- und Grillreiniger (dm): Für 1,75 Euro pro 500 ml entfernt das Mittel Bratensoße exzellent. Die Handhabung wurde als gut bewertet.
- Domol Backofen- & Grillreiniger (Rossmann): Mit einem Preis von 1,79 Euro pro 500 ml bietet dieses Produkt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Rewe Beste Wahl Backofen- & Grill-Power Reiniger: Ebenfalls für 1,79 Euro pro 500 ml erhältlich, überzeugt dieser Reiniger durch seine Leistung, erfordert jedoch eine Einwirkzeit von etwa zwei Stunden.
Ein Produkt fällt bei Müller durch
Negativ sticht der Blink Backofen- & Grillreiniger aus dem Hause Müller hervor. Öko-Test bewertete ihn mit „ungenügend“.
Der Grund ist ein schwerwiegender Verstoß: Da das Produkt hautätzend ist, muss es laut europäischer CLP-Verordnung mit einem tastbaren Warnsymbol auf der Flasche gekennzeichnet sein. Diese Prägung fehlt bei dem Müller-Produkt. Dies stellt besonders für blinde und sehbehinderte Menschen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Sicherheit geht vor: Worauf Sie achten müssen
Selbst gut bewertete Reiniger basieren auf aggressiven, alkalischen Laugen. Die Experten von Öko-Test raten dringend dazu, bei der Anwendung stets Handschuhe und einen Augenschutz zu tragen, um Verätzungen zu vermeiden.
Achten Sie zudem auf die Gefahrensymbole auf der Verpackung:
- Ätzwirkung: Schutzbrille und Handschuhe sind zwingend erforderlich.
- Ausrufezeichen: Weist auf Reizungen oder gesundheitsschädliche Eigenschaften hin.
- Gesundheitsgefahr/Totenkopf: Signalisieren akute oder schwere Gefahren.
Zusätzlich sollten Nutzer auf den sogenannten UFI-Code achten. Diese 16-stellige Buchstaben-Zahlen-Kombination ist seit Januar 2025 Pflicht. Im Falle eines versehentlichen Verschluckens ermöglicht dieser Code der Giftnotrufzentrale, die Rezeptur sofort zu identifizieren und gezielte Hilfe zu leisten.
Die vollständigen Ergebnisse des Tests finden sich im Öko-Test-Magazin (Ausgabe 1/2026).
