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Öko-Test warnt vor Gemüsebrühe: Fünf Produkte fallen wegen Pestizid-Cocktails durch

Gemüsebrühe Pulver im Glas mit getrocknetem Gemüse und Gewürzen Aktuelle News

Im Labor-Test zeigte sich bei vielen konventionellen Gemüsebrühen eine deutliche Belastung mit Rückständen.

In einer Laboruntersuchung von 27 Gemüsebrühen hat das Verbrauchermagazin Öko-Test fünf Produkte mit den Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet. Der entscheidende Grund für das schlechte Abschneiden konventioneller Trockenbrühen sind nachgewiesene Pestizid-Rückstände, darunter chemische Verbindungen mit Verdacht auf gesundheitsschädigende Wirkungen.

Während viele Verbraucher das Würzmittel für eine schnelle, unkomplizierte Zubereitung von Suppen und Saucen schätzen, deckt der Laborbefund erhebliche Qualitätsunterschiede auf. In nahezu allen konventionellen Produkten wiesen die Prüfer mindestens ein Pestizid nach, bei einem Produkt fanden sich sogar Spuren von vier verschiedenen Wirkstoffen gleichzeitig.

Gefährliche Mehrfachrückstände im Trockenpulver

Besonders kritisch beurteilen die Tester das gleichzeitige Auftreten verschiedener Pflanzenschutzmittel in einer einzigen Rezeptur. Solche Mehrfachrückstände bergen unkalkulierbare Risiken, da mögliche Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Chemikalien wissenschaftlich bisher nur unzureichend erforscht sind.

Unter den nachgewiesenen Substanzen befinden sich Stoffe mit gravierenden Risikoprofilen. So steht das Fungizid Difenoconazol unter dem Verdacht, krebserregend zu sein, während die Wirkstoffe Clothianidin und Pyraclostrobin als vermutlich reproduktionstoxisch eingestuft werden.

„In fast allen Brühen mit Gemüse aus konventionellem Anbau hat das Labor mindestens ein, meistens sogar mehrere Pestizide nachgewiesen.“

Die Chemikalien gelangen primär über die landwirtschaftlich erzeugten Gemüsebestandteile in das getrocknete Würzpulver. Doch nicht nur Pestizide drückten die Noten der Testverlierer nach unten.

Zu viel Salz und künstliche Aromen statt echtem Gemüse

Ein weiteres wesentliches Kriterium für Punktabzüge war der Salzgehalt in der fertig zubereiteten Brühe. Wurde der vom Test festgelegte Grenzwert von 0,90 Gramm Salz pro 100 Milliliter überschritten, führte dies zu einer Abwertung. Viele Hersteller nutzen Salz als billigen Geschmacksträger, um am eigentlichen Gemüseanteil zu sparen.

Typische Schwachstellen bei der Rezeptur

Zwischen dem Gemüseanteil und den zugesetzten Hilfsstoffen stellten die Tester ein wiederkehrendes Muster fest:

Öko-Test warnt vor Gemüsebrühe: Fünf Produkte fallen wegen Pestizid-Cocktails durch
  • Geringer Gemüseanteil: Produkte mit wenig pflanzlichen Zutaten wiesen überdurchschnittlich oft hohe Mengen an Kochsalz auf.
  • Zugesetzte Aromen: Um den fehlenden Eigengeschmack des Gemüses auszugleichen, griffen viele konventionelle Hersteller auf künstliche Aromastoffe zurück.
  • Geschmacksverstärker: Der Einsatz von geschmacksverstärkenden Zusätzen führte ebenfalls zu systematischen Abzügen im Testurteil.

Ergebnisse im Überblick: Bio schlägt Konventionell

Wer beim Kochen auf Schadstoffe verzichten möchte, findet verlässliche Alternativen im Bio-Segment. Alle 17 getesteten Produkte mit Bio-Siegel erhielten mindestens die Note „gut“, wobei zwei Produkte mit dem Gesamturteil „sehr gut“ als Testsieger hervorgingen.

Produktkategorie Testergebnis & Details
Bio-Produkte (17 im Test) Alle mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet; frei von bedenklichen Pestizid-Cocktails.
Knorr Bio GemüseBouillon Gesamturteil „sehr gut“ (ca. 0,34 € pro 1 Liter zubereitete Brühe).
Rewe Bio Gemüsebrühe (20 % Gemüse) Gesamturteil „sehr gut“ (ca. 0,20 € pro 1 Liter zubereitete Brühe).
Konventionelle Produkte (10 im Test) 5 Mal „mangelhaft“/„ungenügend“, 3 Mal „ausreichend“, 2 Mal „gut“.

Praktische Tipps für den Einkauf

Um bedenkliche Schadstoffe im Kochtopf zu vermeiden, sollten Verbraucher beim Kauf von Würzmitteln auf klare Qualitätsmerkmale achten.

  1. Auf das Bio-Siegel setzen: Da im ökologischen Landbau synthetische Pestizide verboten sind, schneiden Bio-Brühen bei Schadstoffprüfungen deutlich besser ab.
  2. Zutatenliste auf den Gemüseanteil prüfen: Hochwertige Produkte weisen den prozentualen Anteil an getrocknetem Gemüse (z. B. 20 Prozent) transparent aus.
  3. Salzgehalt kontrollieren: Steht Salz an erster Stelle der Zutatenliste, besteht das Produkt überwiegend aus Kochsalz und Geschmackszusätzen.

💡 Achten Sie beim nächsten Einkauf gezielt auf zertifizierte Bio-Qualität bei Würzmitteln.

🔍 Prüfen Sie vor dem Kauf die Zutatenliste auf künstliche Aromen und den exakten Gemüseanteil.

👇 Welche Erfahrungen haben Sie mit fertiger Gemüsebrühe gemacht? Schreiben Sie Ihre Meinung in die Kommentare.

Bron: web.de