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Ölpreis steigt über 100 Dollar: Militärschläge in der Straße von Hormus treiben Energiepreise

Iran-Krieg - Straße von Hormus Aktuelle News

Die Straße von Hormus gilt als zentrale Route für den weltweiten Öltransport.

Der Ölpreis hat infolge neuer militärischer Auseinandersetzungen im Nahen Osten die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten. Vor allem Angriffe auf Tanker und Förderinfrastruktur in der Straße von Hormus treiben die Notierungen an den Rohstoffmärkten nach oben.

Iran-Krieg - Straße von Hormus
Die Straße von Hormus im Zentrum militärischer Spannungen.

Militärische Eskalation in der Meerenge

Nach iranischen Attacken auf ein Kriegsschiff zerstörte das US-Militär nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker in der Meerenge. Eines der Schiffe wurde dabei versenkt.

Die iranischen Revolutionsgarden feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Jordanien ab. Nach Angaben der jordanischen Streitkräfte konnten 18 von 20 Geschossen abgefangen werden. Zeitgleich meldete Teheran weitere Schläge gegen Schiffe im persischen Golf.

Rohöl und Erdgas ziehen spürbar an

Für die Nordseesorte Brent kletterte der Preis erstmals seit Mitte Juli wieder über die Schwelle von 100 US-Dollar. Zu Beginn des Konflikts hatte der Höchststand bei 126 US-Dollar gelegen.

Die Zuspitzung wirkt sich auch auf den Gasmarkt aus. Der europäische Referenzpreis TTF an der niederländischen Energiebörse legte um 2,69 Prozent zu und notierte bei 75,28 Euro pro Megawattstunde.

Strategisches Nadelöhr der globalen Wirtschaft

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. An der engsten Stelle misst die Passage rund 34 Kilometer, wobei die Fahrrinnen für Frachter in beide Richtungen jeweils nur rund drei Kilometer breit sind.

Bedeutung für die internationalen Energiemärkte

Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls und bedeutende Mengen an verflüssigtem Erdgas (LNG), primär aus Katar, werden durch diese Meerenge transportiert.

Besonders Abnehmer in China, Indien, Japan und Südkorea sind auf diese Route angewiesen, da kaum alternative Pipelines zur Verfügung stehen. Die Gefahrenlage treibt neben den Rohstoffpreisen auch die Versicherungsprämien für Handelsschiffe in die Höhe.