Peter Plate über den Verlust von AnNa R.: Ein ehrlicher Blick auf die eigene Sterblichkeit
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Peter Plate im Gespräch bei der Talkshow "Kölner Treff".
Mehr als ein Jahr ist seit dem überraschenden Tod der Rosenstolz-Sängerin AnNa R. vergangen. Für ihren langjährigen musikalischen Partner Peter Plate bleibt der Verlust eine tiefgreifende Zäsur. Im „Kölner Treff“ äußerte sich der Musiker nun ungewohnt offen über seine Trauer und die Angst vor dem eigenen Ende.
Ein schwerer Abschied
Im März 2025 wurde AnNa R. im Alter von 55 Jahren tot in ihrer Berliner Wohnung aufgefunden. Die Nachricht erschütterte die deutsche Musiklandschaft. Im Gespräch mit Moderator Micky Beisenherz reflektierte Peter Plate, wie sehr ihn das Ereignis bis heute beschäftigt.
„Dass AnNa als Mensch gegangen ist, ist ja die Katastrophe“, gestand Plate in der Sendung. Er machte deutlich, dass der Verlust seiner ehemaligen Partnerin auch eine existenzielle Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit ausgelöst hat.
Angst als ständiger Begleiter
Plate bekannte im „Kölner Treff“ sehr persönlich: „Bei mir ist es jetzt so: Angst ist leider mein Lebensthema.“ Der Musiker räumte ein, dass ihn der Gedanke an das Sterben umtreibe. „Ich habe einfach keinen Bock, nicht mehr hier zu sein. Ich liebe das Leben“, betonte er sichtlich bewegt.

Gleichzeitig betonte Plate, dass er trotz der Ängste eine tiefe Dankbarkeit verspüre. Diese Haltung fließt unmittelbar in seine kreative Arbeit ein, etwa bei der Einbindung von Rosenstolz-Klassikern in sein Musical „Romeo und Julia – Liebe ist alles“.
Das Vermächtnis von „Liebe ist alles“
Eine zentrale Rolle nimmt dabei der gleichnamige Song „Liebe ist alles“ ein, der 2004 auf dem Album „Herz“ erschien und bis heute zu den erfolgreichsten Stücken des Duos zählt.
Gefragt nach der Bedeutung des Liedes in der aktuellen Phase seines Lebens, fand Plate knappe, aber deutliche Worte: „Liebe ist einfach alles. Ich kann da gar nichts Kluges zu sagen.“ Die Musik bleibt für ihn somit der direkteste Weg, die gemeinsame Vergangenheit zu bewahren und gleichzeitig die Kostbarkeit des Moments zu unterstreichen.
