Pezeshkian in New York: Irans Präsident dementiert Attentatspläne und äußert sich zu Khameneis Zustand
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Irans Delegation bezieht in New York Stellung zu den Spannungen mit den USA.
Irans Staatspräsident Masoud Pezeshkian hat bei einem Treffen mit Journalisten in New York Berichte über Mordkomplotte gegen Donald Trump zurückgewiesen und erstmals Details zum Gesundheitszustand des iranischen Führers Mojtaba Khamenei offengelegt. Trotz des anhaltenden militärischen Konflikts zwischen beiden Staaten trat der iranische Staatschef unter dem Schutz des US Secret Service vor die internationale Presse.
Im Millennium Hilton Hotel, in unmittelbarer Nähe des Hauptquartiers der Vereinten Nationen, wiederholte Pezeshkian die bekannten Positionen Teherans zum Atomprogramm, zu innenpolitischen Protesten und zu den drückenden US-Sanktionen. Die iranische Führung betonte dabei, man werde trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Washington nicht nachgeben.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Aussagen über Irans obersten Führer Mojtaba Khamenei, der seit Beginn der Kampfhandlungen nicht mehr öffentlich zu sehen war. Pezeshkian erklärte, er habe Khamenei vor rund einem Monat zu einem etwa siebenstündigen Gespräch getroffen.
„Ich habe keine größeren Probleme mit seiner Gesundheit oder seiner körperlichen Erscheinung gesehen.“
Beide Politiker hätten bei dem Treffen auf Kissen am Boden gesessen und seien zwischendurch aufgestanden, um umherzugehen. US-Geheimdienste schätzen Khameneis Rolle trotz früherer Verletzungen weiterhin als zentral für die militärische Strategieführung des Landes ein.
Streng überwachte Diplomatie mitten in Manhattan
Der Aufenthalt der iranischen Regierungsdelegation in den USA unterliegt extrem strengen behördlichen Auflagen. Nach Angaben des US-Außenministeriums gilt das Einreisevisum ausschließlich für Tätigkeiten im Rahmen der UN-Generalversammlung.
Irans Außenminister Abbas Araghchi während der Sitzung der UN-Generalversammlung in New York.
Für jede Bewegung außerhalb der Umgebung des UN-Geländes, des John F. Kennedy International Airport sowie der diplomatischen Vertretung Irans muss die Delegation eine Genehmigung des US-Außenministeriums einholen. Die US-Behörden kontrollieren jeden Schritt der Regierungsvertreter minutiös.
Vor den Medienvertretern wies Pezeshkian den Vorwurf zurück, Teheran wolle ein Attentat auf Donald Trump verüben. Es sei zu keinem Zeitpunkt die offizielle Haltung Irans gewesen, Trump oder dessen Familie anzugreifen. Demgegenüber verweisen US-Behörden auf frühere Anklagen des US-Justizministeriums und Berichte über Morddrohungen gegen Trumps engstes Umfeld.
Das Weiße Haus reagierte umgehend auf die Ausführungen aus Teheran. Eine Regierungssprecherin betonte, Washington werde sicherstellen, dass die Führung in Teheran keine Atomwaffen erlangt, und verwies auf frühere Angriffe und Aktionen des Regimes in der Region.
Wirtschaftskrise, Sanktionen und das Ultimatum an Washington
Neben den militärischen Drohgebärden thematisierte Pezeshkian auch die verheerende Lage der iranischen Binnenwirtschaft. Die verhängten US-Sanktionen bezeichnete er als eine geräuschlose Kampagne, die die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern massiv erschwert und eine schwere Inflation antreibt.
Passanten auf einer Straße in der iranischen Hauptstadt Teheran.
Irans Außenminister Abbas Araghchi legte zeitgleich einen neuen Vorschlag vor, der den USA über Vermittler übermittelt wurde. Teheran fordert darin die Erfüllung bestimmter Kernpunkte innerhalb einer Frist von sieben Tagen, um die Straße von Hormus wieder freizugeben und Verhandlungen über ein finales Abkommen aufzunehmen.

Die Kernpunkte der Teheraner Verhandlungsofferte
Die Bedingungen Irans basieren auf den im Islamabad-Memorandum festgelegten Absprachen und umfassen wesentliche wirtschaftliche sowie militärische Forderungen:
- Aufhebung von Sanktionen: Sofortige Lockerung der bestehenden Wirtschaftsrestriktionen gegen Teheran.
- Freigabe von Vermögenswerten: Entsperrung iranischer Finanzmittel im Ausland.
- Einstellung militärischer Operationen: Beendigung aller militärischen Angriffe und Einsätze in der Region, einschließlich des Libanon.
- Öffnung von Handelsrouten: Wiedereröffnung der blockierten Schifffahrtswege in der Straße von Hormus nach Erfüllung der Vorgaben.
Fakten und Behauptungen im direkten Vergleich
Zwischen den Darstellungen der iranischen Delegation und den vorliegenden Berichten der US-Sicherheitsbehörden bestehen erhebliche Diskrepanzen hinsichtlich der militärischen und diplomatischen Lage.
| Themenbereich | Offizielle Position Teherans vs. US-Sicherheitslage |
|---|---|
| Khameneis Zustand | Laut Pezeshkian bei guter Gesundheit; US-Dienste bestätigen trotz Verletzungen aktive Führung. |
| Attentatsvorwürfe | Teheran dementiert Pläne; US-Justizministerium erhob Anklagen wegen vereitelter Anschläge. |
| US-Stützpunkte | Iran behauptet Unbrauchbarkeit der Basen; Pentagon bestätigt Schäden an Gebäuden durch Angriffe. |
| Straße von Hormus | Wiedereröffnung an Sieben-Tage-Frist und Islamabad-Bedingungen geknüpft; USA lehnen Erpressung ab. |
Pezeshkian räumte ein, dass die USA über enorme Zerstörungskraft verfügen, beharrte jedoch darauf, dass eine Kapitulation Irans ausgeschlossen sei. Die kommenden Tage werden zeigen, wie Washington auf das gesetzte Ultimatum zur Straße von Hormus reagiert.
💡 Die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und die Nukleargespräche bleiben hochdynamisch.
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die Website-Quelle: www.cnn.com


