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Pflasterfugen begrünen: Der einfache Trick gegen lästiges Unkraut

Nahaufnahme von Sand-Thymian in Pflasterfugen Aktuelle News

Sand-Thymian eignet sich hervorragend als natürlicher Bodendecker für Gartenwege.

Unkraut zwischen Terrassenplatten, Pflastersteinen oder Trittsteinen ist ein ewiges Gartenproblem. Auskratzen verschafft nur kurzfristig Linderung. Sobald Licht, Feuchtigkeit und etwas Erde in die Fuge gelangen, beginnt der Kreislauf von vorn.

Der Garten-Account kitzinger_blumen_und_pflanzen zeigt auf Instagram eine effektive Alternative: Statt die Fugen mühsam leer zu räumen, werden sie gezielt bepflanzt. Ideal dafür ist heimischer Feld- beziehungsweise Sand-Thymian (Thymus serpyllum). Diese niedrig wachsende Pflanze bildet mit der Zeit einen dichten Teppich, der unerwünschtem Unkraut den Platz zum Keimen nimmt.

Warum Sand-Thymian der ideale Fugenfüller ist

Fachmagazine wie Mein schöner Garten empfehlen Sand-Thymian für die Begrünung von Pflasterfugen. Thymian-Arten sind prädestiniert für trockene, nährstoffarme Standorte und zudem trittfest. Da Fugen oft wenig Erde, viel Sonne und Hitze bieten, kommen die Pflanzen mit diesen Bedingungen bestens zurecht.

Die Umsetzung gelingt so:

  • Entfernen Sie vorsichtig etwas Erde oder lockeres Material aus den Fugen.
  • Teilen Sie eine kräftige Pflanze aus dem Topf in kleine Stücke.
  • Setzen Sie diese Stücke etwa alle 30 Zentimeter mit etwas Erde direkt in die Fuge ein.
  • Gießen Sie die Pflanzen in der Anwachsphase regelmäßig, bis sie die Lücken schließen.

Vorteile für das Mikroklima und die Umwelt

Begrünte Fugen sehen nicht nur ästhetisch aus, sie wirken auch der Überhitzung entgegen. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass bewachsene Böden sich weniger stark aufheizen als unbegrünte Flächen. Zudem ist der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf versiegelten Flächen wie Wegen oder Terrassen gesetzlich verboten. Auch Hausmittel wie Salz oder Essig sind ökologisch bedenklich. Die Bepflanzung ist somit die sicherste und naturfreundlichste Methode.

Pflasterfugen begrünen: Der einfache Trick gegen lästiges Unkraut

Einschränkungen: Nicht jeder Weg ist geeignet

Die Methode hat ihre Grenzen. Thymian benötigt Sonne und durchlässigen Boden. In dauerhaft schattigen, feuchten Fugen sollten Sie stattdessen auf Sternmoos oder Golderdbeere setzen.

Auch die mechanische Belastung spielt eine Rolle. Zwar ist Sand-Thymian trittfest für Gartenwege, doch auf stark befahrenen Einfahrten oder unter schwerem Mobiliar werden die Pflanzen dauerhaft beschädigt. Zudem benötigen die Wurzeln eine gewisse Fugenbreite; in extrem schmalen, harten Fugen stößt das Vorhaben an seine Grenzen.

Wer sich für eine Begrünung entscheidet, wird zudem mit Duft und Blüten belohnt. Zwischen Juni und August bietet der Thymian zudem eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Nach der Blüte empfiehlt sich ein leichter Rückschnitt, um den Teppich kompakt zu halten.