Philipp Horn: Biathlon-Star baut mit Ehefrau Antonia zweites Standbein in Oberhof auf
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Philipp Horn verbindet Spitzenleistungen im Biathlon-Weltcup mit zukunftsorientierten Projekten in seiner Thüringer Heimat.
Der deutsche Skijäger Philipp Horn treibt parallel zu seiner sportlichen Laufbahn im Biathlon-Weltcup ein umfangreiches Zukunftsprojekt voran: In seiner Thüringer Heimat Oberhof eröffnet der 31-jährige Athlet gemeinsam mit seiner Ehefrau Antonia das Hotel „Basislager“. Nach einer intensiven zweijährigen Umbauphase mit unvorhergesehenen baulichen Hürden steht die Unterkunft nun kurz vor der offiziellen Eröffnung für Aktivurlauber und Sportbegeisterte.
Das Projekt markiert einen entscheidenden Meilenstein im Leben des Biathleten, der auf seinen bisher stärksten Winter zurückblickt. Nach seinem ersten Weltcup-Einzelpodest in Hochfilzen und einem denkbar knappen Vorbeischrammen an einer olympischen Medaille im Massenstart nutzt der Thüringer den Rückenwind für die private Zukunftsplanung. Die Idee für das Haus entstand aus dem Wunsch, die eigene Leidenschaft für den Sport dauerhaft mit dem Standort Oberhof zu verbinden.
Vom Leistungssport zur Hotellerie: Die Entstehung des „Basislagers“
Was ursprünglich als lockere Gedankenspielerei begann, nahm mit der Zeit immer konkretere Formen an. Das Sportlerpaar, das seit 2022 verheiratet ist, suchte gezielt nach einer passenden Immobilie im traditionsreichen Wintersportort. Als sich ein geeignetes Objekt in Oberhof bot, fiel der Entschluss, das Vorhaben trotz des erheblichen Aufwands in die Tat umzusetzen.
Die Sanierung erwies sich jedoch als deutlich komplexer als anfangs kalkuliert. Unerwartete bauliche Schwierigkeiten am Gebäude führten dazu, dass der ursprünglich für das Vorjahr anvisierte Eröffnungstermin verschoben werden musste. Nach zwei Jahren harter Arbeit sind die Arbeiten nun so weit fortgeschritten, dass die ersten Übernachtungsgäste zum Jahresende empfangen werden können.
„Leicht war das nicht, da wir viel mehr Probleme mit dem Haus hatten, als wir ursprünglich dachten. Aber wir haben die Entscheidung trotzdem noch nicht bereut und ich freue mich, wenn wir jetzt nach zwei Jahren Bauzeit endlich starten.“
Klare Aufgabenverteilung zwischen Weltcup-Loipe und Hotelbetrieb
Um die sportliche Leistungsfähigkeit im Nationalkader nicht durch das Gastgewerbe zu gefährden, setzt das Paar auf eine strikte Trennung der Verantwortlichkeiten. Philipp Horn bleibt voll auf den Trainings- und Wettkampfbetrieb im Weltcup fokussiert, während seine Ehefrau Antonia Horn die operative Leitung übernimmt.
Die 29-Jährige bringt dafür beste Voraussetzungen aus dem Leistungssport mit. Als Antonia Fräbel sammelte sie zwei Medaillen bei Juniorenweltmeisterschaften im Skilanglauf, bestritt 61 Weltcuprennen und vertrat Deutschland bei den Olympischen Spielen 2022. Nach ihrem Wechsel zum Biathlon zwang sie ein Kreuzbandriss im Jahr 2023 und anhaltende gesundheitliche Probleme 2024 zum vorzeitigen Karriereende. Als Geschäftsführerin lenkt sie nun die Geschicke des Hauses vor Ort.
„Antonia ist die Geschäftsführerin und wird im Winter das Basislager managen. Ich möchte mich voll auf meinen Sport konzentrieren, anders würde es nicht funktionieren.“
Mythos Spitzenunterkunft: Für wen das Haus konzipiert ist

Entgegen der verbreiteten Annahme, das Projekt richte sich ausschließlich an Profiathleten und Kaderangehörige, verfolgen die Betreiber ein offenes Konzept. Zwar bietet Oberhof mit seinen Loipen, Schießständen und Trainingsstrecken perfekte Rahmenbedingungen für den Leistungssport, die Zielgruppe ist jedoch breiter gefasst.
Willkommen sind alle sportbegeisterten Urlauber, Wanderer und Aktivtouristen, die den Thüringer Wald als Ausgangspunkt für eigene Touren nutzen möchten. Damit schließt das Angebot die Lücke zwischen professioneller sportlicher Infrastruktur und einer modernen, familiären Gästeunterkunft.
Eckdaten zu Karriere und Hotelprojekt im Überblick
| Bereich | Details & Meilensteine |
|---|---|
| Sportliche Erfolge | Erstes Weltcup-Einzelpodest in Hochfilzen, Top-Platzierung bei Olympia im Massenstart |
| Zugehörigkeit | Seit über einem Jahrzehnt feste Größe im deutschen Biathlon-Team |
| Projektname | Hotel „Basislager“ in Oberhof (Thüringen) |
| Projektleitung | Antonia Horn (Geschäftsführung) |
| Bauzeit | Zwei Jahre umfassende Umbau- und Sanierungsphase |
Strukturierte Zukunftsplanung im Spitzenverband

Der Aufbau eines zweiten Standbeins gilt im deutschen Leistungssport als essenzieller Schritt für die Zeit nach der aktiven Laufbahn. Die Kombination aus sportlicher Präsenz und beruflicher Vorsorge erfordert ein klares System:
- Fokussierung auf den Kernsport: Volle Konzentration auf Lehrgänge, Höhentraining und Weltcup-Rennen während der Saison.
- Verlässliche Führung vor Ort: Übergabe der Geschäftsleitung an eine erfahrene Partnerin aus dem Leistungssport.
- Standortvorteil nutzen: Verbindung von lokaler Verwurzelung in Oberhof mit der etablierten Wintersport-Infrastruktur.
💡 Der Schritt von Philipp und Antonia Horn zeigt, wie sich Leistungssport und unternehmerische Weitsicht im Thüringer Wald ideal ergänzen können.
🔍 Während der Winter naht, richtet sich der sportliche Blick nun wieder voll auf die Loipe und den Schießstand.
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