Platzverweis nach 4 Minuten: Tränen-Drama um BVB-Youngster Samuele Inacio
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Schiedsrichter Felix Zwayer stellt Samuele Inacio mit der Roten Karte vom Platz.
Ein Bundesliga-Debüt zum Vergessen: Samuele Inacio wurde beim 2:0-Erfolg von Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV in der 73. Minute eingewechselt. Nur vier Minuten später flog der 18-jährige Offensivspieler mit glatt Rot vom Rasen.

Schiedsrichter Felix Zwayer zeigt Samuele Inacio die Rote Karte.
Der Italiener war mit hohem Tempo und offener Sohle in Hamburgs Albert Grönbaek hineingerutscht. Schiedsrichter Felix Zwayer zögerte keine Sekunde und schickte den Youngster vorzeitig zum Duschen.
Frust im Kabinengang sorgt für TV-Debatte
Auf dem Weg in die Katakomben entlud sich die Enttäuschung des Youngsters. Inacio schleuderte eine Trinkflasche zu Boden, die daraufhin abprallte und das Vereinswappen an der Wand des Spielertunnels traf.
Die Aktion rief TV-Experte Lothar Matthäus auf den Plan. Bei Sky kritisierte der Rekordnationalspieler die Szene deutlich: „Das finde ich noch schlimmer als das Foul. Am Ende ist es das Logo, und das geht nicht.“
Lars Ricken nimmt Inacio in Schutz
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken trat den Vorwürfen nach dem Abpfiff entschieden entgegen. Zwar sei der Platzverweis sportlich unstrittig, die Wurf-Szene dürfe man jedoch keinesfalls überinterpretieren.
„Der Junge saß wie ein Häufchen Elend in der Kabine. In so einem Moment, wenn du voller Frust und deprimiert bist, dann siehst du gar nicht mehr oder achtest nicht darauf, was wo ist“, erklärte der 50-Jährige. Dortmund werde seinem Nachwuchstalent zur Seite stehen.
Kovac sieht unglücklichen Unfall statt Absicht
Trainer Niko Kovac traf seinen Schützling nach Spielende ebenfalls völlig aufgelöst an. Er betonte, dass Inacio vor der folgenschweren Grätsche unglücklich der Ball versprungen sei und keine böse Absicht vorgelegen habe.
„Der Junge ist emotional dabei – und wenn einer wirklich tränenüberflossen dasitzt, dann können Sie sich vorstellen, wie er sich fühlt“, so Kovac. Inacio werde aus diesem Fehler lernen und gestärkt aus der anstehenden Sperre zurückkehren.
