Polen enthüllt neue Marienstatue: Höher als Christus in Rio
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Die neue „Pomnik Matki Boskiej“ in Konotopie gilt nun als größte Marienstatue Europas.
Polen hat ein neues, monumentales Wahrzeichen. Am vergangenen Samstag wurde in Konotopie bei Toruń die „Pomnik Matki Boskiej“ feierlich eingeweiht. Mit einer Gesamthöhe von über 55 Metern überragt das Bauwerk die berühmte Christusstatue von Rio de Janeiro deutlich.
Die reine Marienfigur misst 40,6 Meter; der kronenförmige Sockel trägt weitere 15 Meter zur Gesamthöhe bei. Damit hält Polen nun offiziell den Rekord für die größte Marienstatue in Europa.
Finanzierung durch Multimillionär
Das Projekt ist nicht nur aufgrund seiner Ausmaße beeindruckend, sondern auch aufgrund seiner Kosten: Rund 23 Millionen Euro wurden in den Bau investiert. Finanziert wurde das Monument von Roman Karkosik, einem der wohlhabendsten Unternehmer Polens.
Karkosik erklärte, das Bauwerk sei ein Ausdruck seiner persönlichen Dankbarkeit gegenüber Maria. Es solle als „Denkmal für die Gottesmutter“ dienen und den Ort langfristig prägen.

Kontroverse um das „XXL-Monument“
Doch die monumentale Darstellung stößt nicht bei jedem auf Begeisterung. Kritische Stimmen hinterfragen die Dimensionen und den Ausdruck des Glaubens.
Der Dominikaner-Pater Paweł Guzynski äußerte sich besonders deutlich und bezeichnete das Kunstwerk provokant als „King Kong auf dem Feld“. Er warf den Verantwortlichen eine Form der Verehrung vor, die das Maß verloren habe. Während Kritiker das Monument als überdimensioniert ablehnen, hofft die Gemeinde vor Ort, dass die Statue künftig einen deutlichen Anstieg von Touristen und Pilgern verzeichnen wird.
