Polizeieinsätze mit Schusswaffengebrauch in München und Braunschweig
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Polizeikräfte waren bei beiden Vorfällen in hoher Zahl im Einsatz.
Eskalation bei Ismaning
Bei Ismaning, nahe München, ist ein Polizeieinsatz am Nachmittag gegen 16.00 Uhr eskaliert. Beamte beobachteten an einer Tankstelle einen Autofahrer, der durch rücksichtsloses Verhalten möglicherweise eine unbeteiligte Frau gefährdete.
Als die Einsatzkräfte den Mann kontrollieren wollten, ergriff dieser die Flucht. Es kam zu einer Verfolgungsfahrt, an deren Ende die Polizei das Fahrzeug stoppen konnte.
Der Fahrer verbarrikadierte sich in seinem Wagen und verweigerte das Aussteigen. Laut Polizeisprecher kam es zu Schüssen, nachdem der Mann beim Versuch eines Beamten, einen Nothammer aus dem Dienstfahrzeug zu holen, einen anderen Polizisten angefahren hatte. Die Ermittlungen dazu, welcher Beamte die Schüsse abgab, dauern an.
Das Aufgebot war massiv: Zeitweise waren über 80 Polizisten, ein Hubschrauber sowie ein Diensthund im Einsatz.
Zwischenfall bei Verkehrskontrolle in Braunschweig
Ein räumlich unabhängiger Vorfall ereignete sich in Braunschweig. Dort wollten Beamte ein Auto kontrollieren, dessen Versicherungsschutz abgelaufen war. Der Fahrer ignorierte jedoch alle Aufforderungen, das Fahrzeug zu verlassen.

Die Polizei versuchte, durch das Einschlagen der Seitenscheibe Kontakt zum Fahrer aufzunehmen. Daraufhin beschleunigte der Mann und fuhr gezielt auf einen Polizisten zu, der vor dem Wagen stand.
Nach einem kurzen Halt des Fahrzeugs drohten die Beamten den Schusswaffengebrauch an. Als der Fahrer erneut beschleunigte, gaben die Polizisten zwei Schüsse ab. Der Mann konnte wenig später auf einem angrenzenden Parkplatz durch weitere Einsatzkräfte festgenommen werden.
Bei der Festnahme leistete der Fahrer Widerstand und verletzte zwei weitere Beamte. Der Polizist, auf den das Auto zufuhr, trug ebenfalls Verletzungen davon. Beide Fahrer wurden festgenommen; ein Zusammenhang zwischen den Fällen in Bayern und Niedersachsen besteht nicht.
