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Präsidentschaftsumfrage in Frankreich: Le Pen stabil bei 34 Prozent – Zentrum droht Stichwahl-Aus

Präsidentschaftsumfrage in Frankreich: Le Pen stabil bei 34 Prozent – Zentrum droht Stichwahl-Aus Aktuelle News

Präsidentschaftsumfrage in Frankreich: Le Pen stabil bei 34 Prozent – Zentrum droht Stichwahl-Aus

Im Rennen um die französische Präsidentschaft festigt Marine Le Pen ihre Spitzenposition. Einer aktuellen Ipsos-BVA-Erhebung für die Zeitung Le Parisien zufolge löst die Vertreterin des Rassemblement National unter allen getesteten Bewerbern die geringste Ablehnung aus.

Sechzig Prozent der Befragten gaben an, Le Pen bereite ihnen „etwas oder große Sorgen“. Bei allen Konkurrenten liegt dieser Wert höher: Ex-Premierminister Édouard Philippe folgt mit 64 Prozent, während Gabriel Attal (71 Prozent), Bruno Retailleau (72 Prozent) und Jean-Luc Mélenchon (81 Prozent) noch stärkere Bedenken hervorrufen.

Die Wahlszenarien für die Stichwahl

In sämtlichen abgefragten Konstellationen des ersten Wahlgangs liegt Le Pen mit rund 34 Prozent der Stimmen unangefochten vorn. Wer ihr in die entscheidende zweite Runde folgt, hängt maßgeblich von der Einigkeit des Regierungslagers ab.

Treten Édouard Philippe und Gabriel Attal gleichzeitig an, droht beiden das vorzeitige Aus. In diesem Fall zöge der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon mit 15 Prozent in die Stichwahl ein, knapp vor Philippe mit 14,5 Prozent.

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Machtkampf im Zentrum entscheidet über den Einzug

Zieht sich Philippe zugunsten von Attal zurück, erreicht Mélenchon mit 15 Prozent ebenfalls das Finale. Attal bliebe in diesem Szenario bei 14 Prozent hängen.

Die einzige Option für das Zentrum, die Stichwahl zu sichern, erfordert einen Verzicht Attals: Tritt nur Philippe an, kommt der Bürgermeister von Le Havre auf 19 Prozent und verweist Mélenchon (15 Prozent) auf Rang drei.

Schwäche der Linken und Blockade bei den Konservativen

Hinter den Favoriten etabliert sich Raphaël Glucksmann als viertstärkste Kraft in allen drei Hauptszenarien. Ersetzt man Glucksmann durch den Parteichef der Sozialisten, Olivier Faure, sinkt dessen Wert auf 4,5 bis 5,5 Prozent.

Ein Antreten Faures würde vor allem dem bürgerlichen Zentrum Auftrieb geben: Philippe und Attal könnten in diesem Fall um bis zu 3,5 Prozentpunkte zulegen. Bei den Republikanern sieht Meinungsforscher Brice Teinturier derweil kaum Entfaltungsmöglichkeiten für Bruno Retailleau, der zwischen 6 und 10 Prozent taxiert wird.

Die weiteren Bewerber Fabien Roussel, Éric Zemmour und Marine Tondelier bewegen sich jeweils zwischen 2,5 und 4 Prozent. Tondelier warb zuletzt erneut vergeblich für eine gemeinsame linke Kandidatur, um eine Zersplitterung im ersten Wahlgang abzuwenden.