Präziser durch den Tunnel: Google Maps schaltet GPS-Alternative per Bluetooth frei
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Gregor Elsholz
Fahrten durch lange Tunnel stellen Navigations-Apps regelmäßig vor Probleme. Reißt das GPS-Signal unter Tage ab, greift Google Maps lediglich auf Schätzungen und die Bewegungssensoren des Smartphones zurück.
Das führt häufig zu ungenauen Positionsanzeigen, verzögerten Hinweisen oder verpassten Ausfahrten. Eine integrierte, aber standardmäßig deaktivierte Funktion schafft hier Abhilfe.
Gregor Elsholz
Bluetooth-Beacons ersetzen fehlendes Satellitensignal
Die Lösung basiert auf sogenannten Bluetooth-Beacons. Diese kompakten Funksender übermitteln Standortdaten unabhängig von Satelliten direkt per Kurzstreckenfunk.
Die Navigations-App Waze, die seit Jahren zum Google-Konzern gehört, hat entsprechende Sender weltweit in zahlreichen Tunnelanlagen montiert. Google Maps kann diese Signale verarbeiten, nutzt sie ab Werk jedoch nicht.

Der Grund für die standardmäßige Deaktivierung liegt im Datenschutz: Das Auslesen der Beacons erfordert den Zugriff auf Bluetooth und die Suche nach Geräten in der Umgebung. Da Google Maps diese Berechtigung nicht automatisch erzwingt, müssen Nutzer das Feature manuell freischalten.
So wird die Tunnel-Navigation aktiviert
Die Freischaltung erfordert nur wenige Handgriffe innerhalb der App-Einstellungen und bleibt anschließend dauerhaft im Hintergrund aktiv.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Google Maps öffnen und oben rechts auf das Profilbild tippen.
- Den Menüpfad über „Einstellungen“ zu „Navigation“ öffnen.
- Nach unten scrollen und den Eintrag „Bluetooth-Beacons für Tunnel“ auswählen.
- Den Schalter umlegen und den angeforderten Bluetooth-Zugriff bestätigen.
Bislang steht die Funktion exklusiv unter Android zur Verfügung. Wann Apple-Nutzer unter iOS Zugriff auf die Tunnel-Beacons erhalten, ist derzeit noch offen.

