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Prinzessin Astrid beerdigt: König Haakon und Mette-Marit nehmen Abschied in Oslo

Prinzessin Astrid von Norwegen und die königliche Familie bei Feierlichkeiten Aktuelle News

Die norwegische Königsfamilie nimmt in der Osloer Ris-Kirche Abschied von Prinzessin Astrid.

König Haakon und Königin Mette-Marit haben in der Ris-Kirche in Oslo an der Trauerfeier für Prinzessin Astrid teilgenommen. Die ältere Schwester des verstorbenen Monarchen Harald V. fand ihre letzte Ruhe in ihrer langjährigen Heimatgemeinde Ris an der Seite ihres 2015 verstorbenen Ehemanns Johan Martin Ferner. Die Prinzessin Astrid Beerdigung versammelte die gesamte königliche Familie nur zwei Wochen nach dem Staatsbegräbnis des Königs.

In der ersten Reihe der voll besetzten Kirche nahmen neben dem Königspaar auch Königin Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra Platz. Die Trauerfeier setzte einen Schlusspunkt hinter eine Ära, die das moderne norwegische Königshaus über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat.

Die Zeremonie verdeutlichte nicht nur die tiefe Trauer der Königsfamilie, sondern auch die außergewöhnliche Biografie einer Frau, die zeitlebens Pflichtbewusstsein und familiären Zusammenhalt verkörperte.

Bewegende Momente in der Ris-Kirche

Der mit der norwegischen Flagge bedeckte Sarg der Prinzessin war von Blumenarrangements in herbstlichen Farben umgeben, während zwei Gardisten die traditionelle Ehrenwache hielten. Den musikalischen Auftakt gestalteten Sängerin Sissel Kyrkjebø und der Knabenchor Sølvguttene mit dem Werk „Pie Jesu“, ergänzt durch eine Darbietung des Titels „You Raise Me Up“.

Einen zentralen Programmpunkt bildete die persönliche Gedenkrede von Finanzminister Jens Stoltenberg. Er erinnerte an Astrids Humor, ihre direkte Art sowie ihre enge Freundschaft zu seinem Vater Thorvald Stoltenberg und hob die lebenslange Bindung zu ihrem jüngeren Bruder Harald hervor.

„Astrid passte auf Harald auf.“

Astrid war bei der Geburt ihres Bruders ebenso an seiner Seite wie bei dessen Tod. Sie überlebte den Monarchen um lediglich zwei Wochen, nachdem sie noch im Rollstuhl an seiner Beisetzung teilgenommen hatte.

Musikalische Gestaltung und Trauergäste

Die Zeremonie in der Ris-Kirche wurde live im norwegischen Fernsehen übertragen, sodass die Bevölkerung Anteil am Abschied nehmen konnte. Neben engen Familienangehörigen erwiesen zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens der Prinzessin die letzte Ehre.

  • Musikalische Höhepunkte: Darbietungen von „Pie Jesu“ durch Sissel Kyrkjebø und Sølvguttene sowie „You Raise Me Up“.
  • Familiäre Präsenz: König Haakon, Königin Mette-Marit, Königin Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra in der ersten Reihe.
  • Militärische Ehren: Ehrenwache durch die königliche Garde am aufgebahrten Sarg.

Wegbereiterin der modernen Monarchie

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Prinzessin Astrid nach ihrer Hochzeit mit einem Bürgerlichen vollständig aus dem royalen Pflichtgefüge ausschied. Die Realität sah gänzlich anders aus: Nach dem frühen Tod ihrer Mutter Märtha übernahm Astrid als junge Frau jahrelang die repräsentativen Pflichten an der Seite ihres Vaters König Olav und fungierte bis zur Hochzeit von Harald und Sonja im Jahr 1968 faktisch als Norwegens First Lady.

Ihre Heirat mit dem geschiedenen Kaufmann Johan Martin Ferner im Jahr 1961 sorgte damals für gesellschaftliche Debatten. Obwohl sie auf das Prädikat „Königliche Hoheit“ sowie ihre Apanage verzichten musste, hielt sie unbeirrt an ihrer Entscheidung fest.

„Damit habe sie späteren Mitgliedern der Königsfamilie bei der Wahl ihrer Partner gewissermaßen den Weg bereitet.“

Mit ihrem Entschluss ebnete sie den Weg für künftige Generationen im norwegischen Königshaus, private Lebensentscheidungen freier zu gestalten.

Stationen im Leben von Prinzessin Astrid

Die wichtigsten Lebensdaten und historischen Meilensteine von Prinzessin Astrid im chronologischen Überblick:

Ereignis Historischer Kontext
Geburt 12. Februar 1932 als zweite Tochter von Kronprinz Olav und Kronprinzessin Märtha
Erste Frau im Staat Repräsentative Aufgaben an der Seite ihres Vaters bis August 1968
Hochzeit mit Johan Ferner 12. Januar 1961 (Verzicht auf Titel „Königliche Hoheit“)
Todestag 11. September im Alter von 94 Jahren
Beisetzung Ris-Kirche in Oslo neben ihrem Ehemann Johan Martin Ferner

Prinzessin Astrid verkörperte die letzte Vertreterin einer Generation, die den Zweiten Weltkrieg und das Exil miterlebt hatte. Ihr Vermächtnis bleibt fest im kollektiven Gedächtnis Norwegens verankert.

💡 Mit dem feierlichen Abschied in der Ris-Kirche schließt sich ein bedeutendes Kapitel der skandinavischen Adelsgeschichte.

🔍 Prinzessin Astrids Haltung gilt bis heute als prägendes Vorbild für moderne Reformen innerhalb der norwegischen Krone.

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