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Putzkraft aus Metall: US-Amerikanerin mietet humanoiden Roboter für 26 Euro pro Stunde

Humanoider Roboter im Einsatz als Haushaltshilfe Aktuelle News

Humanoide Roboter werden zunehmend für alltägliche Aufgaben im Haushalt getestet.

In San Francisco hat die US-Amerikanerin Gianna Capezio für ihren Haushalt eine außergewöhnliche Dienstleistung in Anspruch genommen: Sie buchte einen humanoiden Roboter des Start-ups Tau Robotics als Putzhilfe. Für eine Stunde übernahm die Maschine Aufgaben wie das Staubsaugen und das Reinigen des Badezimmers.

Ein Video des Einsatzes verbreitete sich rasch im Netz. Die Dienstleistung kostete Capezio 30 US-Dollar pro Stunde, was etwa 26 Euro entspricht.

Menschliche Teleoperatoren steuern jede Bewegung

Vollkommen autonom agiert die Maschine im Haushalt allerdings noch nicht. Ein geschulter Mitarbeiter steuert den Roboter in Echtzeit per Fernzugriff aus der Firmenzentrale, unterstützt von einer assistierenden künstlichen Intelligenz.

Das Unternehmen nutzt diese Einsätze gezielt als Testläufe. Auf diese Weise sammelt das Start-up Trainingsdaten unter realen Bedingungen in echten Wohnungen.

Der globale Markt für humanoide Roboter befindet sich laut einer Analyse von Fortune Business Insights in einer Phase exponentiellen Wachstums (Symbolbild).
Symbolbild eines humanoiden Roboters.

Videoübertragung und Datenschutz im Wohnbereich

Der Ablauf bringt strikte Auflagen mit sich. Kunden müssen während des gesamten Reinigungsvorgangs persönlich in den eigenen vier Wänden anwesend sein.

Putzkraft aus Metall: US-Amerikanerin mietet humanoiden Roboter für 26 Euro pro Stunde

Bedenken bezüglich der Privatsphäre

Kritik entzündet sich vor allem an der Sensorik. Kameras am Kopf sowie an den Handgelenken des Roboters übertragen kontinuierlich Videobilder an den Operator und die Unternehmensserver, wo das Material für das KI-Training gespeichert wird.

Nach Unternehmensangaben bleiben die Mikrofone während des Einsatzes deaktiviert. Capezio selbst bewertete das Reinigungsergebnis als gründlich, betonte jedoch, dass der Roboter deutlich langsamer arbeite als ein Mensch.

Trotz des immensen Marktpotenzials der humanoiden Roboter schränken hohe Produktionskosten sowie ungelöste Datenschutz- und Sicherheitsprobleme die Serienfertigung vorerst ein (Symbolbild).
Humanoide Robotersysteme stehen vor Herausforderungen bei Kosten und Datenschutz.

Milliardenmarkt vor starkem Wachstum

Der Markt für humanoide Roboter steht laut Branchenanalysen vor einem massiven Ausbau. Eine Untersuchung von Fortune Business Insights prognostiziert einen Anstieg des weltweiten Marktvolumens von rund 6,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 165,13 Milliarden US-Dollar bis 2034.

Wesentliche Faktoren für diesen Trend sind sinkende Herstellungskosten für elektronische Komponenten, verbesserte KI-Modelle und der wachsende Personalbedarf in Bereichen wie Logistik, Produktion und Pflege.