Rätsel um Handtuch-Bordüren: Haben die Streifen wirklich einen Nutzen?
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Viele Handtücher weisen an den Enden markante Streifen auf, die sich von der restlichen Struktur unterscheiden.
Frottierhandtücher aus Baumwolle sind wegen ihrer hohen Saugfähigkeit beliebt. Die spezielle Webtechnik vergrößert die Oberfläche, sodass Flüssigkeiten effizient aufgenommen werden können. Doch wer genauer hinsieht, bemerkt häufig eine Besonderheit: An den Enden befinden sich meist glatte Streifen, die eine andere Struktur als das restliche Gewebe aufweisen.
Im Internet sorgt dieses Detail regelmäßig für Diskussionen. Während einige Nutzer vermuten, dass diese Streifen für die „strukturelle Integrität“ wichtig sind und dem Handtuch seine Form verleihen, halten andere dagegen: Gerade diese Bereiche neigen nach dem Waschen oder im Trockner dazu, sich zusammenzuziehen.
Die Wahrheit über die Bordüren
Ein gefaltetes Handtuch mit sichtbarer Bordüre.
Um Klarheit zu schaffen, haben wir bei den Experten nachgefragt. Sowohl beim österreichischen Hersteller Vossen als auch bei der sächsischen Traditionsfirma Möve ist die Antwort eindeutig: Die Streifen, fachsprachlich als Bordüren bezeichnet, haben keinen technischen Nutzen.
„Die Streifen sind ein reines Design-Element und haben keine Funktion“, erklärt eine Sprecherin von Vossen. Die Bordüren dienen lediglich dazu, den Look der sonst einfarbigen Handtücher aufzuwerten und individuell zu gestalten. Bei der Herstellung dieser dekorativen Elemente kommt oft neben Baumwolle auch Polyester zum Einsatz.

Praktischer Tipp für die Pflege
Auch wenn die Bordüren rein ästhetischen Zwecken dienen, können sie im Alltag stören, wenn sie sich nach dem Waschen verformen. Die Expertin von Möve hat daher einen einfachen, aber effektiven Rat für Verbraucher:
„Bei den Bordüren ist es gut, diese einmal nach dem Waschen in Form zu ziehen.“ Dieser kleine Handgriff hilft dabei, dass das Handtuch seine Form behält und die Ränder sich nicht unschön zusammenziehen.

