Rätselhafter Wasserverlust in Eutingen: Gemeinde sucht nach mysteriösem Großverbraucher
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In den Eutinger Ortsteilen Rohrdorf und Weitingen blieb die Ursache für den massiven Wasserverlust bisher ungeklärt.
Plötzliche Verbrauchsspitzen im Netz
Die Gemeinde Eutingen im Gäu steht vor einem Rätsel. In den Ortsteilen Rohrdorf und Weitingen registrierten die Gemeinde und die Gäuwasserversorgung am 13. und 14. August massiv erhöhte Trinkwasserverbräuche.
Der Anstieg trat in klar abgegrenzten Zeitfenstern auf. Ein technischer Defekt, etwa ein Wasserrohrbruch, wurde von den Experten bereits ausgeschlossen.
Eine bepflanzte Badewanne und ein abgestellter Trinkwasserbrunnen in Rohrdorf.
Suche nach der Ursache läuft ins Leere
Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig. Eine Entnahme über haushaltsübliche Anschlüsse wie Wasserhähne oder Gartenschläuche reicht nicht aus, um das enorme Volumen zu erklären. Auch Befragungen bei Landwirten und Kontrollfahrten brachten bisher keine Erkenntnisse.
Bürgermeister Markus Tideman betont, dass es nicht darum gehe, jemandem ein Fehlverhalten zu unterstellen. „Uns geht es allein darum, die Ursache zu verstehen“, so Tideman. Es könnte sich um eine legale Entnahme gehandelt haben, etwa über ein Standrohr an einem Hydranten für Bau- oder Reinigungsarbeiten.
Auch die Befüllung privater Pools wurde als mögliche Ursache für den hohen Wasserverbrauch diskutiert.
Aufruf an die Bevölkerung
Die Gemeinde rief Bürger dazu auf, Beobachtungen zu melden. Besonders relevant sind Informationen zu Tankwagen, Fässern, Containern oder Standrohren an Hydranten im fraglichen Zeitraum. Auch ungewöhnliche Geräusche oder Druckschwankungen im Leitungsnetz könnten wichtige Hinweise liefern.

Bürger äußerten bereits Vermutungen, etwa zur Bewässerung von Sportplätzen oder zur Poolbefüllung. Konkrete Beweise fehlen jedoch.
Normalisierung der Lage
Seit dem Nachmittag des 14. August meldet die Gemeinde keine Auffälligkeiten mehr. Der unerklärliche Wasserverlust scheint damit beendet zu sein.
Wir gehen davon aus, dass die Ursache oder der Verursacher nicht mehr aktiv sind und somit keine Gefahr mehr für den Betrieb des Wassernetzes besteht.
Da keine akute Gefahr mehr besteht, bleibt die Hoffnung, dass bei der Jahreswasserabrechnung 2027 Klarheit über den Verursacher herrscht. Bis dahin setzt die Verwaltung weiterhin auf aufmerksame Bürgerhinweise.


