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Rasen ade: Warum Pappkartons das Geheimnis für einen pflegeleichten Garten sind

Eine Gartenfläche, die teilweise mit Karton abgedeckt wurde. Ratgeber & Tipps

Die Methode nutzt einfache Materialien aus dem Haushalt, um Gartenflächen neu zu gestalten.

Der klassische grüne Rasen gilt seit Jahrzehnten als Standard im deutschen Garten. Doch extreme Sommer, anhaltende Trockenperioden und der Wunsch nach weniger körperlicher Arbeit lassen viele Hausbesitzer umdenken.

Eine vielfältigere Bepflanzung ist nicht nur pflegeleichter, sondern bietet auch wertvollen Lebensraum für Insekten und Raum für Nutzpflanzen. Eine spezielle Methode gewinnt dabei zunehmend an Aufmerksamkeit: Sie kommt ganz ohne schwere Maschinen oder chemische Unkrautvernichter aus.


Alternative Methoden zur Haushaltsoptimierung.


Pflanzenpflege im Hochsommer.

Kartons statt Unkrautbekämpfung

Die Lösung liegt für viele bereits in der Altpapiertonne: einfache Pappkartons. Die Methode, fachsprachlich oft als „Sheet Mulching“ bezeichnet, erstickt bestehenden Rasen und bereitet den Boden für neue Pflanzen vor.

Das Prinzip ist simpel: Die gewünschte Fläche wird vollständig mit Karton ausgelegt. Wichtig ist dabei, dass sich die einzelnen Stücke überlappen, damit kein Sonnenlicht durchdringt. Das Sonnenlicht ist essenziell für das Wachstum von Gras und Unkraut – fehlt es, stirbt die Vegetation ab.


Einrichtung des Gartens.


Verwertung von organischen Resten.

Schritt für Schritt zum neuen Beet

Nachdem der Karton ausgelegt wurde, muss dieser gründlich gewässert werden. Anschließend deckt man die Fläche mit einer Schicht Kompost, Rindenmulch oder anderem organischem Material ab.

Im Laufe der nächsten Monate zersetzt sich der Karton vollständig und wird ein integraler Bestandteil des Bodens. Da dieser Prozess Zeit benötigt, sind der Spätsommer und der Herbst ideale Zeitpunkte, um die Beete für die kommende Frühjahrssaison vorzubereiten.

Rasen ade: Warum Pappkartons das Geheimnis für einen pflegeleichten Garten sind

Ein wichtiger Hinweis für die Umsetzung: Verwenden Sie nur unbehandelte Pappe. Glänzende Beschichtungen, Kunststoffe, Klebebänder, Etiketten oder Metallklammern müssen vor dem Auslegen unbedingt entfernt werden.

Weniger Arbeit, mehr Biodiversität

Wenn das alte Gras abgestorben ist, bietet die Fläche vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Ob Kräuter, Gemüse, Beerensträucher oder eine insektenfreundliche Blühwiese – der neue Boden ist oft nährstoffreich und bereit für die Bepflanzung.

Ein weiterer Vorteil ist die reduzierte Notwendigkeit für künstliche Bewässerung. Während herkömmlicher Rasen bei Hitze schnell austrocknet, halten eine durchdachte Bepflanzung und die Mulchschicht die Feuchtigkeit deutlich besser.

Geduld ist jedoch Voraussetzung. Während der Übergangsphase ist die mit Karton und Kompost bedeckte Fläche optisch gewöhnungsbedürftig. Wer die Geduld aufbringt, wird langfristig mit einem Garten belohnt, der weniger Arbeit macht und ökologisch einen Mehrwert bietet.


Haushaltstipps für den Sommer.


Instandhaltung von Haushaltsgeräten.


Schädlingsbekämpfung im Garten.