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Reisekrankheit bei Handy-Nutzung: Apple und Google integrieren neue Anti-Übelkeits-Funktion

Junge Frau im Zug blickt auf ihr Smartphone Aktuelle News

Smartphone-Nutzung während der Fahrt kann Reisekrankheit auslösen.

Der Blick aufs Smartphone im Auto oder Zug führt bei vielen Menschen schnell zu Schwindel und Übelkeit. Hinter diesen Beschwerden steckt die Kinetose, auch Reisekrankheit genannt.

Die Ursache ist ein sensorischer Konflikt: Während die Augen auf ein starres Display schauen, registriert das Gleichgewichtsorgan im Innenohr die tatsächliche Fahrzeugbewegung. Um diesen Widerspruch aufzulösen, bieten die Betriebssysteme von Apple und Google technische Hilfen an.

Junge Frau im Zug blickt auf ihr Smartphone.
Junge Frau im Zug blickt auf ihr Smartphone.

Apple integriert bewegliche Punkte am Displayrand

Apple nutzt auf iPhones ab iOS 18 die Funktion „Fahrzeug-Bewegungshinweise“. Dabei wandern dezente Punkte am Bildschirmrand mit den Lenk- und Bremsbewegungen des Fahrzeugs mit, sodass das Auge die Bewegung wahrnimmt, ohne den Bildschirminhalt zu verdecken.

Die Aktivierung auf dem iPhone erfolgt in wenigen Schritten:

  • Die Einstellungen öffnen
  • Den Bereich Bedienungshilfen und anschließend Bewegung auswählen
  • Auf Fahrzeug-Bewegungshinweise tippen
  • Die Option Automatisch aktivieren, damit die Sensoren Fahrten selbstständig erkennen

Bildschirm eines Apple-Geräts.
Bildschirm eines Apple-Geräts.

Die Funktion ist ausschließlich für Mitfahrende gedacht und entfaltet ihre stärkste Wirkung bei einer Sitzposition in Fahrtrichtung.

Google zieht mit „Motion Assist“ für Android nach

Google führt ein vergleichbares Feature unter dem Namen „Motion Assist“ mit Android 17 ein. Die Verteilung startete auf Geräten der hauseigenen Pixel-Reihe, darunter das Pixel 11 Pro.

Schritte zur Aktivierung unter Android

  • Die Einstellungen des Smartphones aufrufen
  • Zu Google-Dienste und Einstellungen navigieren
  • Unter Alle Dienste den Punkt Persönliche Sicherheit & Gerätesicherheit wählen
  • Die Bewegungsassistenz (Motion Assist) einschalten

Farbe, Form und Transparenz der animierten Punkte lassen sich in den Optionen individuell anpassen.

Zusätzliche Maßnahmen gegen Kinetose unterwegs

Ergänzend zu den digitalen Hilfsmitteln rät die Techniker Krankenkasse (TK) zu bestimmten Verhaltensweisen bei Fahrten. Betroffene sollten den Blick regelmäßig nach vorne auf die Fahrbahn oder den Horizont richten.

Auch die Platzwahl reduziert das Risiko: Im Auto empfiehlt sich der Beifahrersitz, im Zug die Fahrtrichtung und im Flugzeug ein Fensterplatz auf Höhe der Tragflächen. Frische Luft, leichte Mahlzeiten sowie Ingwer können die Symptome zusätzlich dämpfen.