Rekord-Comeback: Erster Elektro-Ferrari für 40 Millionen Dollar versteigert
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Der erste elektrische Ferrari erzielte bei der Versteigerung in Kalifornien ein Rekordergebnis.
Strategiewechsel nach PR-Desaster
Der Start des Ferrari Luce im Frühjahr war ein Fiasko. Die öffentliche Resonanz in sozialen Medien glich einem Shitstorm, der für die Verantwortlichen in Maranello gravierende Konsequenzen hatte. Nach monatelangem Druck auf die Marketing- und Presseabteilungen musste Enrico Galliera seinen Posten räumen – er war 16 Jahre für das Unternehmen tätig.
Als Nachfolger für den Posten des Chief Marketing & Commercial Officer wurde Anfang Juli Massimiliano Di Silvestre berufen. Der ehemalige BMW-Italien-Chef berichtet direkt an Ferrari-CEO Benedetto Vigna. Vigna setzt damit ein deutliches Zeichen für eine neue Wachstumsphase und professionellere Kommunikation.
Rekorderlös in Monterey
Die Bühne für das mediale Comeback des Luce bot die diesjährige Monterey Car Week. Für Di Silvestre war es die erste große Bewährungsprobe. Im Portola Kongresszentrum in Pebble Beach stand nicht nur die Präsentation des Fahrzeugs, sondern die Wohltätigkeitsauktion von RM Sotheby’s auf dem Programm.
Die Anspannung war groß, doch der Auktionsverlauf übertraf alle Erwartungen. Um 20:32 Uhr fiel der Hammer bei 40 Millionen US-Dollar. Damit sicherte sich der Luce mit der Fahrgestellnummer eins den Spitzenplatz der Monterey Car Week – noch vor einem 1964er Shelby Cobra Daytona Coupé (39 Millionen) und einem McLaren F1 GTR (knapp 35 Millionen).

Individualisierung als Teil des Deals
Der Erlös fließt direkt in die Ferrari Foundation. Für den Käufer des Elektro-Ferraris mit der Chassisnummer ZFF21BUA8T0338000 gibt es neben dem prestigeträchtigen Einzelstück ein weiteres Privileg: Das Fahrzeug wird über das Taylor-Made-Programm exakt nach den Wünschen des neuen Eigentümers individualisiert.
Mit diesem finanziellen Erfolg hat Ferrari das drohende Imageproblem nach dem holprigen Start des Luce vorerst abgewendet. Die Marke demonstriert damit, dass ihr technologischer Wandel in Richtung Elektromobilität auch bei den solventesten Sammlern weltweit auf großes Interesse stößt.
