Rekordpreise an den Zapfsäulen: Super E10 steigt im August auf 2,145 Euro im Schnitt
Aktuelle News
Die Kraftstoffpreise erreichten im August neue Höchststände an deutschen Tankstellen.
Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben im August neue Höchststände markiert. Nach aktuellen Auswertungen des ADAC stiegen die Kosten für Benzin und Diesel drastisch an und erreichten historische Rekordwerte.
Für einen Liter Super E10 mussten Autofahrer im August durchschnittlich 2,145 Euro bezahlen. Bei Diesel fiel der Preissprung mit einem Monatsmittel von 2,223 Euro pro Liter noch deutlicher aus – ein Zuwachs von knapp 13 Cent im Vergleich zum Vormonat Juli.
Der 23. August war der teuerste Tanktag des Monats
Die Preisspanne innerhalb des Monats fiel beachtlich aus. Den absoluten Spitzenwert verzeichneten die Zapfsäulen am 23. August: Super E10 kostete im Bundesschnitt 2,188 Euro, Diesel sogar 2,283 Euro je Liter.
Der günstigste Tag für Autofahrer war hingegen der 9. August. An diesem Tag lag der Liter Super E10 bei 2,095 Euro und Diesel bei 2,162 Euro.
Der ADAC äußert deutliche Kritik an dieser Entwicklung. Die Rohölpreise erklären den Preisanstieg nach Ansicht des Verkehrsclubs nicht: Im April lag der Preis für Brent-Rohöl zeitweise deutlich höher, während die Kraftstoffpreise spürbar niedriger waren.

Benzin und Diesel waren im August zeitweise deutlich teurer – der ADAC hält die Preisentwicklung für nicht nachvollziehbar.
Tageszeit und Apps: Strategien gegen hohe Kosten
Angesichts der Rekordwerte gewinnt der Preisvergleich im Alltag an Bedeutung. Die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt erfasst die Preisänderungen von rund 15.000 deutschen Tankstellen in Echtzeit.

Diese Daten fließen direkt in Tank-Apps, Websites und Navigationssysteme ein. Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, jede Anpassung bei Super E5, Super E10 und Diesel unverzüglich zu übermitteln.
Günstiges Zeitfenster am Vormittag
Auch die Uhrzeit bestimmt den Preis an der Zapfsäule maßgeblich. Im Tagesverlauf sind die Kraftstoffe häufig zwischen 9:00 Uhr und 11:45 Uhr am günstigsten, bevor gegen 12:00 Uhr meist die erste größere Preiserhöhung einsetzt.
Günstiger tanken: Preisvergleich kann sich im August lohnen.
Enorme Preisdifferenzen im europäischen Ausland
Verbraucher in grenznahen Regionen können von erheblichen Preisunterschieden im benachbarten Ausland profitieren. Zahlen der Europäischen Kommission zeigen massive Abweichungen im direkten Vergleich.
- Polen: Super E5 kostete Ende August durchschnittlich 1,51 Euro pro Liter (Deutschland: 2,25 Euro) – eine Differenz von 74 Cent. Diesel lag bei 1,73 Euro (Deutschland: 2,29 Euro).
- Luxemburg: Super E5 lag bei 1,73 Euro pro Liter.
- Tschechien: Für Super E5 wurden im Schnitt 1,74 Euro fällig.
Ob sich die Fahrt über die Grenze rentiert, hängt von der Entfernung ab: Zusätzliche Kilometer, Mehrverbrauch und Wartezeiten an den Zapfsäulen verringern die tatsächliche Ersparnis schnell.

