Rente im Wohnmobil: Warum dieses Paar jetzt sogar Geld spart
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Rente im Wohnmobil: Warum dieses Paar jetzt sogar Geld spart
Fernando und Ana haben ihr Leben im Ruhestand radikal umgestellt. Seit drei Jahren ist ein sieben Meter langes Wohnmobil ihr festes Zuhause. Anstatt sich in einem Haus mit den finanziellen Verpflichtungen des Alltags abzumühen, reist das Paar durch Spanien.
Der Umstieg auf das Wohnmobil hat ihre finanzielle Situation spürbar entspannt. Trotz einer bescheidenen Rente reicht das Geld heute aus, was früher – mit Haus, Auto und den damit verbundenen Fixkosten – kaum möglich war.
Ein neues Leben auf sieben Metern
Das Paar lebt dauerhaft in einem 27 Jahre alten Fiat Ducato Maxi. Der Verzicht auf klassische Ausgaben wie Miete, Hausnebenkosten, Internetverträge und Garagenmiete spielt dabei die entscheidende Rolle.
Die Eckpunkte ihres neuen Alltags:
- Wohnraum: Ein betagter, aber gepflegter Fiat Ducato Maxi.
- Fixkosten: Hohe monatliche Belastungen für Immobilien sind vollständig entfallen.
- Wartung: Reparaturen und Instandhaltung übernehmen die beiden weitestgehend selbst.
- Variable Kosten: Das Budget hängt primär von der Reiseroute und den damit verbundenen Spritpreisen ab.
Weg vom Konsum, hin zur Freiheit
Fernando, ursprünglich aus Buenos Aires, und Ana aus Venezuela, wollten nach jahrzehntelanger Arbeit eine Veränderung. Die Belastung durch Hypotheken und Instandhaltung des Hauses empfanden sie zunehmend als einengend.
„Wir sind Rentner und unsere Pension ist bescheiden, aber wir haben gespart“, berichten die beiden.
Früher war das Konto oft schon in der Monatsmitte leer. Heute bleibt nach Abzug aller notwendigen Kosten – wie Lebensmittel, Gas, Wartung und Treibstoff – sogar Geld übrig.
Eigenleistung als Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Teil ihres Konzepts ist die Eigenarbeit. Das Wohnmobil, von ihnen liebevoll „La Vaca“ (die Kuh) genannt, wird bei Defekten selbst repariert.
Ein Beispiel verdeutlicht das Sparpotenzial: Für eine umfangreiche Reparatur und einen neuen Außenanstrich zahlte das Paar insgesamt 1.631 Euro. Professionelle Angebote für den Anstrich allein hätten bei über 3.000 Euro gelegen.
Doch für Fernando und Ana ist die finanzielle Entlastung nur ein Teil der Gleichung. Der kleinere Wohnraum zwang sie zu einer bewussten Entscheidung gegen Überfluss.
„Wir haben erkannt, dass weniger mehr ist“, sagt Ana. Statt materiellem Besitz stehen heute gemeinsame Zeit, Spaziergänge und das Reisen im Mittelpunkt ihres Alltags.
