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Richtig lüften im Herbst: Experten raten zu 10 bis 15 Minuten Stoßlüften

Geöffnetes Fenster im Herbst mit Blick auf bunte Bäume Aktuelle News

Stoßlüften tauscht verbrauchte Raumluft zügig aus, ohne die Wände auszukühlen.

Im Herbst erfordert das richtige Lüften ein tägliches Stoßlüften von 10 bis 15 Minuten, um Schimmelbildung zu verhindern und Heizkosten zu senken. Dieser Zeitraum reicht bei moderaten Außentemperaturen aus, um die feuchte Raumluft vollständig gegen trockenere Außenluft auszutauschen.

Ein dauerhaft gekipptes Fenster führt dagegen zum Auskühlen der Wände und erhöht den Energieverbrauch drastisch.

Warum gekippte Fenster im Herbst das Schimmelrisiko steigern

Dauerhaft gekippte Fenster kühlen das Mauerwerk rund um den Fenstersturz massiv ab. An diesen kalten Oberflächen schlägt sich die warme, feuchte Raumluft als Kondenswasser nieder.

„Das dauerhafte Kippen von Fenstern im Herbst verschwendet wertvolle Heizenergie und bildet den perfekten Nährboden für Schimmelpilze“, betont Energieberaterin Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale.

Durch das weite Öffnen der Fensterflügel – idealerweise als Querlüftung mit Durchzug – wird die Luft in wenigen Minuten komplett erneuert, während die Bausubstanz warm bleibt.

Lüftungszeiten und Intervalle für Wohnräume

Die Häufigkeit und Dauer des Lüftens hängen im Herbst direkt von der Raumnutzung und der Feuchtigkeitsproduktion ab.

Regeln für den täglichen Luftwechsel

  • Wohn- und Schlafräume: Drei- bis viermal täglich für 10 bis 15 Minuten bei weit geöffnetem Fenster lüften.
  • Badezimmer und Küche: Feuchtigkeit direkt nach dem Duschen oder Kochen bei geschlossenem Zimmertürflügel für 5 bis 10 Minuten nach draußen leiten.
  • Keller und Souterrain: Nur an kühlen Herbsttagen oder in den frühen Morgenstunden lüften, um Kondensatbildung an kalten Kellerwänden zu vermeiden.

Heizkörper und Luftfeuchtigkeit richtig regulieren

Vor dem Öffnen der Fenster müssen die Thermostatventile an den Heizkörpern vollständig zugedreht werden. Andernfalls reagieren die Ventile auf den kalten Luftstrom und heizen während des Lüftens mit maximaler Leistung gegen die Außenluft an.

Ein Hygrometer misst die Feuchtigkeit im Raum präzise. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen dauerhaft in einem Bereich zwischen 40 und 60 Prozent liegen.