Rivian R2: Neuer Tesla-Jäger startet mit 666 PS und 24 Zentimetern Bodenfreiheit
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Der vollelektrische Rivian R2 positioniert sich mit robuster Optik gegen das Tesla Model Y.
Der Markt für elektrische Mittelklasse-SUVs leidet unter optischer Gleichförmigkeit. Zwischen dem allgegenwärtigen Tesla Model Y und zahlreichen austauschbaren Designs aus China will der US-Hersteller Rivian eine eigenständige Alternative etablieren.
Mit dem neuen Rivian R2 schrumpft das kalifornische Start-up sein Konzept auf europataugliche Maße. Der R2 misst 4,72 Meter in der Länge, 1,91 Meter in der Breite und 1,70 Meter in der Höhe – rund einen halben Meter kürzer als das Schwestermodell R1S.
Software-Rückgrat auch für Volkswagen
Rivian profitiert nicht nur von der frühen Unterstützung durch Amazon-Gründer Jeff Bezos. Wegen anhaltender Softwareprobleme der Tochter Cariad investiert auch Volkswagen knapp sechs Milliarden Dollar in ein gemeinsames Joint Venture namens „Skip“.
Die von Rivian entwickelte Zonale Architektur dient künftig als elektronisches Fundament für kommende VW-Modelle. Im R2 steuert diese Plattform moderne Bildschirme mit intuitiver Menüführung, haptische „Halo“-Drehregler und schnelle Over-the-Air-Updates.
Sensortechnik für automatisierte Autobahnfahrten
Für Assistenzsysteme verbaut Rivian elf Kameras mit einer Gesamtauflösung von 65 Megapixeln sowie fünf Radarsensoren. Das System ermöglicht auf US-Highways bereits freihändiges Fahren, spätere Software-Updates sollen diese Funktionen auf den Stadtverkehr ausweiten.
Praxistauglichkeit zwischen Großstadt und Gelände
Im Gegensatz zu reinen Geländewagen setzt der R2 auf eine selbsttragende Karosserie mit integrierter Batterieeinheit und 2,94 Metern Radstand. Dennoch betont Rivian den Outdoor-Fokus durch konkrete Offroad-Werte.
- Bodenfreiheit: 24,4 Zentimeter
- Wattiefe: 50 Zentimeter
- Böschungswinkel: 25 Grad vorn, 26 Grad hinten
- Rampenwinkel: 20,6 Grad
- Stauraum: 147-Liter-Frunk vorn, bis zu 2.000 Liter Ladevolumen im Heck
Zu den Details zählen eine integrierte Taschenlampe in der Fahrertür, ein Schlüssel im Karabinerhaken-Design und eine komplett versenkbare Heckscheibe für den Transport langer Gegenstände wie Surfbretter.

Bis zu 666 PS, aber Schwächen am Schnelllader
Die zum US-Start verfügbare Performance-Variante nutzt zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 666 PS und 826 Newtonmetern Drehmoment. Der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 200 km/h elektronisch begrenzt.
Ein adaptives Fahrwerk ersetzt die teurere Luftfederung des R1 und soll auf unebenem Asphalt hohen Abrollkomfort bieten.
Der Akku fasst knapp 90 kWh und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 531 Kilometern. Die maximale Ladeleistung von gut 200 kW bleibt jedoch hinter modernen europäischen Plattformen zurück.
Preise und geplanter Marktstart
Rivian plant vier Varianten: Neben dem Performance-Modell folgen eine Premium-Version mit 457 kW, eine heckgetriebene Long-Range-Ausführung sowie ein Basismodell mit kleinerem Akku. Der Einstiegspreis in den USA soll bei 44.990 Dollar liegen, während voll ausgestattete Versionen bis zu 57.990 Dollar kosten.
Ein regulärer Marktstart des R2 in Europa ist frühestens für das Jahr 2028 vorgesehen.
