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Roller schließt 10 Filialen: Möbeldiscounter zieht sich aus weiteren Städten zurück

Außenansicht einer Filiale des Möbeldiscounters Roller Aktuelle News

Der Möbeldiscounter Roller schließt bundesweit mehrere Filialen.

Der Möbeldiscounter Roller setzt den Rotstift an und trennt sich von weiteren Standorten. Mit den bevorstehenden Schließungen in Düsseldorf-Flingern und Kerpen erhöht sich die Zahl der betroffenen Filialen bundesweit auf insgesamt zehn.

Räumungsverkäufe in Nordrhein-Westfalen

Im Düsseldorfer B8-Center an der Erkrather Straße hat bereits der Abverkauf begonnen. Der Markt lockt mit Preisnachlässen von 30 Prozent auf Ausstellungsstücke, bevor der Standort Ende November endgültig schließt. Auf dem Gelände sollen künftig Wohnungen entstehen.

Auch die Filiale in Kerpen steht vor dem Aus und wird ihren Betrieb Ende Oktober einstellen. Kunden werden an die umliegenden Märkte in Köln und Euskirchen verwiesen. Bereits geschlossene Kaufverträge und geplante Küchenmontagen sollen nach Unternehmensangaben regulär abgewickelt werden.

Roller Düsseldorf
Filiale von Roller in Düsseldorf.

Fokus auf ein kleineres Kernnetz

Roller begründet die Standortschließungen mit den anhaltend schwierigen Marktbedingungen im Möbelhandel. Das Unternehmen will sein Filialnetz verkleinern und sich auf besonders leistungsstarke Standorte konzentrieren.

Roller schließt 10 Filialen: Möbeldiscounter zieht sich aus weiteren Städten zurück

Vor den beiden Märkten in Nordrhein-Westfalen wurde bereits das Aus für die Filiale im schleswig-holsteinischen Rendsburg bekannt. Zusammen mit früheren Schließungen verliert die Kette damit zehn Niederlassungen.

Übersicht der betroffenen Roller-Standorte

  • Husum (Schleswig-Holstein) – bereits geschlossen
  • Oldenburg in Holstein (Schleswig-Holstein) – bereits geschlossen
  • Rendsburg (Schleswig-Holstein) – schließt im Oktober
  • Crailsheim (Baden-Württemberg) – bereits geschlossen
  • Reutlingen (Baden-Württemberg) – bereits geschlossen
  • Villingen (Baden-Württemberg) – bereits geschlossen
  • Offenbach (Hessen) – bereits geschlossen
  • Gera (Thüringen) – bereits geschlossen
  • Kerpen (Nordrhein-Westfalen) – schließt im Oktober
  • Düsseldorf-Flingern (Nordrhein-Westfalen) – schließt im November

Kaufzurückhaltung belastet die gesamte Möbelbranche

Die Einschnitte bei Roller spiegeln die Branchenlage wider. Der Gesamtumsatz der deutschen Möbelindustrie sank zuletzt um 3,4 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro – der niedrigste Wert seit 2009. Gleichzeitig stieg die Zahl der Insolvenzen im Sektor auf über 230 Fälle innerhalb eines Jahres.

Rund 32 Prozent der privaten Haushalte gaben an, ihre Ausgaben für Möbel in den vergangenen zwei Jahren reduziert zu haben. Neben der Konsumflaute setzt ein hoher Importanteil von 59,8 Prozent den stationären Handel weiter unter Druck.