Zum Inhalt springen
On Air Festival

Rote Bete roh essen: 200 Gramm liefern 50 Prozent Folsäure – doch 2 Stoffe bergen Risiken

Ein Haufen Rote Beete in einer grünen Kiste auf einem Bauernmarkt in der Nähe von Köln im Herbst. Aktuelle News

Frische Rote Bete auf einem regionalen Bauernmarkt.

Die rote Knolle gilt als klassisches Wintergemüse und Nährstoffbombe. Ob im Salat, als feines Carpaccio oder Zutat im Smoothie: Der Verzehr im rohen Zustand erhält hitzeempfindliche Vitamine, birgt jedoch spezifische Eigenheiten.

Ein Haufen Rote Beete in einer grünen Kiste auf einem Bauernmarkt in der Nähe von Köln im Herbst.
Ein Haufen Rote Bete in einer Kiste auf einem Bauernmarkt.

Volle Nährstoffdichte ohne Kochen

Beim Kochen oder Braten verliert das Gemüse einen Teil seiner wertvollen Inhaltsstoffe. Roh liefert die Rübe dagegen die maximale Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen, Eisen, Vitamin C und B-Vitaminen.

Bereits eine Portion von 200 Gramm deckt etwa 50 Prozent des täglichen Folsäurebedarfs ab. Für gesunde Erwachsene ist der gelegentliche Rohverzehr daher eine unkomplizierte Möglichkeit, wichtige Mikronährstoffe aufzunehmen.

Zwei Substanzen erfordern Vorsicht

Trotz der positiven Eigenschaften enthält die Rübe Inhaltsstoffe, die nicht für jeden Organismus in unbegrenzter Menge verträglich sind.

Oxalsäure hemmt Calciumaufnahme

In den Knollen steckt von Natur aus Oxalsäure. Dieser Stoff erschwert dem Körper die Aufnahme von Calcium und kann bei regelmäßigem, hohem Konsum die Bildung von Nierensteinen begünstigen.

Nitrat und die Umwandlung zu Nitrit

Rote Bete speichert zudem Nitrat aus dem Boden. Dieses Salz ist an sich harmlos, kann sich jedoch bei langen Transportwegen oder unsachgemäßer Lagerung in gesundheitsschädliches Nitrit umwandeln. Vor allem für Säuglinge und Kleinkinder stellt Nitrit eine Gefahr dar.

Frische Ware und gezielte Zubereitung

Wer das Gemüse frisch zubereitet, reduziert Risiken deutlich. Rote Bete aus heimischem Anbau hat von Juni bis März Saison, was kurze Transportwege und kurze Lagerzeiten ermöglicht.

Bereits ein kurzes Blanchieren oder knappes Kochen senkt den Gehalt an Oxalsäure merklich. Personen mit bestehenden Nierenproblemen sowie Eltern von Kleinkindern sollten vor dem Verzehr roher Knollen ärztlichen Rat einholen.