RTL beendet „Unter uns“: Nach 32 Jahren und Quotentief ist 2027 Schluss
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RTL trennt sich nach über drei Jahrzehnten von der Vorabendserie Unter uns.
RTL stellt den Dauerbrenner „Unter uns“ ein. Nach über drei Jahrzehnten wird die Daily-Soap Anfang 2027 aus dem linearen Hauptprogramm verschwinden. Der Kölner Sender begründet diesen Schritt mit sich verändernden Sehgewohnheiten des Publikums und einer generellen Neuausrichtung des eigenen Programmportfolios.
Trotz des beschlossenen Endes im klassischen Fernsehen bleibt das Format den Zuschauern noch rund zwei Jahre erhalten. Chief Content Officer Inga Leschek würdigte die Serie dennoch bereits vorab: „32 Jahre ‚Unter uns‘ sind eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte.“
Drastischer Quotenverlust am Vorabend
Als die Serie am 16. Januar 1995 startete, galt sie als wegweisend für das deutsche Vorabendprogramm. In den 1990er- und 2000er-Jahren erreichte die Produktion regelmäßig mehr als zwei Millionen Zuschauer und erzielte in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen Marktanteile von weit über 20 Prozent.
Schlechte Nachrichten für „Unter uns”-Fans.
Streaming fängt Reichweitenverluste nicht auf
Zuletzt geriet das Format jedoch immer stärker unter Druck. Der Jahresschnitt sank auf 0,7 bis 0,8 Millionen Zuschauer, während die Marktanteile bei den 14- bis 49-Jährigen meist nur noch bei 8 bis 9 Prozent lagen – mit Tiefstwerten von knapp 5 Prozent.
Auch die Vorab-Nutzung auf dem hauseigenen Streamingdienst RTL+ konnte den kontinuierlichen Abwärtstrend im linearen TV nicht kompensieren, was letztlich zum Entschluss führte, die lineare Ausstrahlung zu beenden.

Produktionsfirma prüft Fortführung ab 2027
Das Aus bei RTL bedeutet nicht zwingend das endgültige Ende der Geschichten rund um die Schillerallee. Die Produktionsfirma UFA Serial Drama hält an dem Format fest und evaluiert derzeit alternative Vertriebswege.
UFA-CEO Sascha Schwingel betonte die anhaltende Relevanz der Marke: „‚Unter uns‘ ist weit mehr als eine tägliche Serie. Die Schillerallee ist seit über 30 Jahren ein Ort für Figuren und Geschichten, die Millionen von Menschen begleiten.“
Das Unternehmen prüft aktuell unterschiedliche Ausstrahlungsmodelle, um die Serie ab 2027 entweder auf anderen Sendern oder über digitale Plattformen fortzusetzen.


1 Kommentar
Warum schreibst du „Trotz des beschlossenen Endes im klassischen Fernsehen bleibt das Format den Zuschauern noch rund zwei Jahre erhalten.“ wenn März 2027 Schluß sein soll?