Ruhewald Klettgau: 7-Meter-Ast stürzt aus 15 Metern Höhe – Kind stirbt bei Unwetter
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Der Ruhewald in Klettgau nach dem tödlichen Vorfall.
Ein schweres Unwetter im baden-württembergischen Klettgau (Landkreis Waldshut) hat am Freitagvormittag zu einem tödlichen Unglück geführt. Im dortigen Ruhewald brach während eines Sturms ein Ast ab und traf eine Familie. Ein Kind kam ums Leben, ein Erwachsener erlitt schwere Verletzungen.
Ast stürzte aus 15 Metern Höhe
Die Unwetterfront zog mit Starkregen und Sturmböen von der Schweiz über den Südwesten Deutschlands. Zur Zeit des Unwetters hielt sich die Familie im Ruhewald Klettgau auf.
Aus rund 15 Metern Höhe brach ein etwa sieben Meter langer Ast einer Eiche ab und stürzte herab. Er traf die Personen direkt am Boden.
Der Erste Staatsanwalt Dr. Tobias Haselwander bestätigte den Vorfall: „Durch einen herabfallenden Ast ist ein Kind zu Tode gekommen und eine erwachsene Person schwer verletzt worden.“
Der Ruhewald Klettgau, an dem sich das Unglück ereignete.
Tragödie direkt an einem Bestattungsbaum
Der Ast stürzte von einem der 138 Trauerbäume des Waldes herab, an denen Urnen beigesetzt sind. Ob die Familie vor Ort das Grab eines Angehörigen besuchte, ist bislang unklar.

Nach Angaben eines Gemeindemitarbeiters handelt es sich bei dem Schwerverletzten um den Vater des Kindes. Zum Alter und Geschlecht des verstorbenen Kindes machten die Behörden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Angaben.
Gelände nach Forstarbeiten wieder freigegeben
Polizisten legten am vergangenen Sonntag Blumen, Grabkerzen und ein Kondolenzschreiben an der abgesperrten Unfallstelle nieder. Das Gelände blieb für Besucher bis Dienstagmittag gesperrt.
Waldarbeiter zerlegten den sieben Meter langen Ast vor Ort und transportierten das Holz ab. Die Staatsanwaltschaft sieht derzeit keinen Anlass für die Einleitung von Ermittlungen.

