Russland-Gefahr: Warum Putin den Nato-Testfall unter Trump sucht
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Wladimir Putin und Donald Trump könnten den künftigen Sicherheitsverlauf Europas entscheidend beeinflussen.
- US-Geheimdienste halten begrenzte russische Militäraktionen gegen Nato-Gebiet zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 für möglich.
- Russland strebt bei einem solchen Manöver keine Eroberungen an, sondern will den Zusammenhalt des Bündnisses testen.
- Politikwissenschaftler Thomas Jäger sieht in der zweiten Amtszeit von Donald Trump ein strategisches Zeitfenster für Wladimir Putin.
Putin will austesten, wie stark der Zusammenhalt des westlichen Verteidigungsbündnisses bei einer gezielten Provokation tatsächlich ist. Zudem will er prüfen, ob Donald Trump im Ernstfall trotz seiner polternden Rhetorik einknickt.
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Geheimdienste warnen vor Nato-Angriffen
Die Zeitspanne zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 ist für die Sicherheit Europas kritisch. Laut dem „Wall Street Journal“ rechnen US-Geheimdienste in diesem Zeitraum mit begrenzten russischen Militäraktionen gegen Nato-Territorium.
Politikwissenschaftler Thomas Jäger bewertet diese Prognose als fundiert. In der Analyse „Die Weltlage“ betont er: „Das ist keine Schwarzmalerei. Das ist eine begründete Erwartung.“
Das Ziel: Die Einheit des Bündnisses prüfen
Russland strebt bei einem solchen Manöver nicht primär nach territorialer Eroberung. Vielmehr geht es Putin um den Stresstest des westlichen Verteidigungsbündnisses.
Jäger erklärt, Russland wolle gezielt provozieren, um eine zentrale Frage zu beantworten: „Wie stark hält die Nato zusammen?“
Putins Kalkül mit Trump
Für den Kreml ist die zweite Amtszeit von Donald Trump ein strategisches Zeitfenster. Jäger hält es für nahezu sicher, dass Putin die Standhaftigkeit des US-Präsidenten auf die Probe stellen wird.

„Dass Putin das noch in der Amtszeit von Donald Trump testen wird, liegt auf der Hand. Das ist sozusagen sein Glücksfall“, so Jäger. Je stärker bei Putin der Eindruck entstehe, dass Trump zwar poltere, aber im Ernstfall einknicke, desto größer sei der Anreiz für eine Eskalation.
Keine Gefahr eines Großkriegs
Die Warnungen vor einem unmittelbar bevorstehenden „großen Krieg“, wie sie etwa Serbiens Präsident Aleksandar Vucic äußert, bewertet Jäger kritisch.
Er stuft diese Aussagen als reinen Alarmismus ein. Für ihn ist die Rhetorik Teil einer russischen Einschüchterungsstrategie, die darauf abzielt, die europäische Bevölkerung zur Passivität zu bewegen.
„Haltet euch raus, dann passiert euch nichts“, laute die unterschwellige Botschaft, so Jäger. Seine Einschätzung der Lage ist jedoch gegensätzlich: „Sich rauszuhalten wird die Probleme bringen, und sich früh einzumischen, wird sie eindämmen können.“
Häufige Fragen
Steht ein großer Krieg zwischen Russland und der Nato unmittelbar bevor?
Nein, Experten bewerten diese Befürchtungen als Alarmismus und als Teil einer russischen Einschüchterungsstrategie.
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